VÖ: 21.04.17
(Folgenreich / Interplanar)

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MARK BRANDIS

Klapptext:

Die Ausbildung an der Astronautenschule ist abgeschlossen, die Kadetten werden jedoch unter der Aufsicht von Prof. Westhoff für Einzeleinsätze bereitgehalten. Eine Eskorte für die Außenministerin aus Peking verläuft anders als geplant und sichert den bevorstehenden Friedensschluss zwischen Union und Republiken. Die beiden Piloten Mark Brandis und Rob Monnier werden offiziell geehrt, und Mark bekommt die Chance seines Lebens — ein eigenes Kommando …

Sprecher:

Maj. Richard Westhoff - Leon Boden
Robert Monnier - Sebastian Fitzner
Mark Brandis - Daniel Claus
Hptm. Tadamichi Tanaka - Oliver Siebeck
Alec Delaney - Sebastian Kluckert
Natalia Rasidin - Franziska Arnold
Boris Baklanow - Michael-Che Koch
Gerichtsdienerin - Katja Hirsch
Egbert von Stubenrauch - Reinhard Scheunemann
Verteidigerin - Katja Hirsch
Anklägerin - Katja Hirsch
Alexander Münster - Thomas Nero Wolff
sowie: Thomas Müller, Jochim-C. Redeker, Elke Weist und Balthasar v. Weymarn

Kritik:

Der kometenhafte Aufstieg des jungen Mark Brandis scheint unaufhaltsam. Befördert zum Commander, erhält dieser nun sein eigenes Kommando, welches sich aus seinen Freunden und Wegbegleitern der Astronautenschule zusammensetzt. Eine fatale wie tragische Paarung wie sich zeigen wird. Denn das sehr intime Gespräch mit der Außenministerin treibt Gutmensch Mark nach diesem zwischenmenschlichen Austausch an, um Gefahren zu ignorieren um risikobereit das Unmöglich möglich zu machen. Das Ergebnis, ein mehr als tragischer Unfall, der sein Leben maßgeblich verändern wird. Schön dass man weiterhin den Fokus stark auf den Begriff Serie stützt und einen alten Bekannten aus Anfangstagen reanimiert, um den Kopf des Jungen Mark zu retten. Die Serie wirkt so deutlich kompakter und runder. Auch bleibt man sich innerhalb des Erzählstils treu. Die von großer Persönlichkeitsentwicklung geprägte Handlung ist eher ruhig und behäbig bis eruptive, dramatische Szenen die Dynamik der Geschichte deutlich und stimmig verändern. Die Soundeffekte bedienen sich zwar fast zur Gänze aus der Konserve, vermitteln aber einen atmosphärischen wie sehr passenden Grundton. Realismus steht hierbei weiter im Vordergrund. So erscheinen die Sounds vertraut und familiär, welche die Story zu realem Leben erwecken. Musikalisch nur auf das Nötigste beschränkt sind es ein weiteres Mal die Sprecher, welche stark zum Gelingen der Serie beitragen. Bis auf winzige, emotional eher kühl dargebotene Nebenrollen der Interplanar-Macher selbst; überzeugen die sonstigen Mimen durch die Bank mit glaubwürdigen und emotionalen Leistungen.

Fazit: Alles beim Alten und somit alles auf Leitstrahl. Die Persönlichkeit Mark Brandis entwickelt und entfaltet sich immer weiter. Die Story setzt erneut, für ein Jugendhörspiel überraschend, auf tiefgreifende Akzente. Die Produktion weiß zur Gänze zu überzeugen. Satt produziert und makellos ist die einzige Kritik an dieser Folge, vielleicht einmal neue Wege in Bezug auf Storytelling und Erzählgeschwindigkeit zu beschreiten. 8,5 von 10