01 scanner


VÖ: 23.01.2015
(Massacre records)

Style: Heavy / Power Metal

Homepage:
SCANNER

Die Liste von ehemaligen Mitgliedern ist bei SCANNER ellenlang und nach geschlagenen 13!! Jahren seit dem letzten Album „Scantropolis“ hat das einzig verbleibende Gründungsmitglied Axel „A.J.“ Julius neue Mitstreiter um sich versammelt, um die Story um SCANNER weiter zu führen, die 1988 mit „Hypertrace“ begann und mit „Terminal Earth“ 1989 ein für mich persönliches Highlight hatten.
Also schauen wir mal, was SCANNER anno 2015 drauf haben und das instrumentale Intro geht sofort in eine Power / Speed Nummer namens „F.T.B.“ über, die vor Kraft und Power nur so strotzt. Der Sound ist gewaltig, das Tempo verdammt straff angezogen und auch der Gesang von Efthimios Ioannidis passt perfekt zu der Band. Das folgende „Nevermore“ macht erst mal den Eindruck einer kernigen Heavy Metal Nummer, die aber mit Power Metal Zutaten verfeinert wurde und beim „Warlord“ sind die Drums von Patrick Klose mehr als geil. Der Gesang geht hier gerne mal in Judas Priest Höhen und die Herren Andereas Zeidler und „A.J.“Lulius an den Klampfen zocken hier Metal pur. Dabei pumpt der Bass von Jonathan Sell gerade im Refrain Bereich Druck in den Song wie verrückt. Ein klassisch im Mid Tempo drückende Metal Nummer stellt „Eutopia“ dar, während das Titelstück in den Melodic Power Bereich schielt und dort auch gerne mal mit flotten und fetten Parts überzeugt. Herrlich, wie Heavy Metal sein kann, Riffing, das einem sofort rein geht, coole Double Bass, starke Vocals, hymnischer Refrain, all das vereint „Battle of Poseidon“ in sich, während man bei den „Pirates“ verdammt viele Breaks erkennt und auch perfekt mitgröhlen kann. Bei „Known Better“ paaren sich coole Ufta Parts mit melancholisch angehauchtem Metal, die sehr gut zusammen harmonieren, wonach „The Race“ seinem Namen gerecht wird. Hier fahren die Riffs zu Beginn herrlich wie in einer Achterbahn und dann fegt der Song Power / Speed Metal mäßig ab wie Sau. Das macht Spaß, so kenn ich SCANNER und so will ich sie auch weiter haben. Kernig und bodenständig pumpt „The Legionary“ Heavy Metal durch den Körper und beendet eine Scheibe, die uns SCANNER richtiggehend wiedererstarkt präsentiert. Hoffentlich bleibt das noch lange so, 9 von 10 Punkten sollten da auch für die Band Anreiz genug sein.