03 neolight

VÖ: 02.03.2015
(Non Serviam Records)

Style: Death / Black Metal

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NEOLITH

Die Polen von NEOLITH lassen sich immer fünf bis sechs Jahre Zeit, bevor sie eine neue Scheibe rausrücken, doch nun ist es wieder soweit und aus dem anfänglichen Doom/ Death Metal hat sich das immer weiter in Richtung Black / Death Metal verschoben.
Das Intro „Hear Our Calling“ ist eine phantastisch düstere Eröffnung, die sich leicht in „Of The Angel and His Orison“ weiter hinstreckt, doch dann blasen NEOLITH gnadenlos zum Angriff. Mit einem explosiven Gemisch aus knüppelnden Highspeed Passagen und feinem, technischen Mid Tempo kommen die Herren da an und die Keys versprühen obendrein auch noch eine düstere Atmosphäre der besseren Art. Diese kommen auch zu Beginn von „Chariots of the Gods“, bevor dann krachendes Up Tempo mit starken Double Bass einsetzt, aber auch der vertrackte, düstere Part in sehr gut in Szene gesetzt. Mit „E.A. Firebringer“ werden die Polen nicht wirklich schnell, denn hier wird klar das technische Spiel bevorzugt, doch als man an nichts böses denkt, kommt nach einem scharfen Riff Part auch mal ein kurzer, aber heftiger Ausbruch, der später in Düsterparts übergeht. Mit „Enlil“ wird viel auf donnernde Stellen geachtet, die Technik ist fein, doch die Drums geben hier fett den Ton an und auch die geschickten, knappen und knackigen Blast Beast sind geil. Und weiter wird heftig die Double Bass in „Ire Thru Fire“ gerollt, bevor es über thrashige Einflüsse in stampfenden Death Metal wechselt und in einer fetzigen Prügel Orgie mündet. „Inferludium“ ist ein akustischer und ruhiger Zwischenspieler, der das erst mal düstere „One in the Truth and the Truth Is One“ einleitet. Dies soll auch so bleiben, doch wird die Atmosphäre immer wieder von Prügel Attacken aufgepeppt. Mit dem folgenden „Are We the Lost Ones?“ bleiben die Polen ihrer Linie treu und vermischen eine dichte Masse mit hartem Geballer und am Ende ist „Khufu Arise!“ wohl das am dichtesten gespielte Stück mit einer fast schon sakralen Ausstrahlung.
Für mich sind die Polen auf einem guten Weg, die oberen Regionen des Death / Black Metals zu entern, was sich auch in 8,2 von 10 Punkten wiederspiegelt.