10 asdarknessdies

VÖ: 30.10.2015
(Pure Steel Records)

Style: US Metal

Homepage:
AS DARKNESS DIES

US-Metalfans, denen der GRAVEN IMAGE Silberdreher „The Future Started Yesterday“ aus dem Jahr 2012 ein Begriff ist, dürften AS DARKNESS DIES ebenfalls kennen. Neu sind alle Tracks auf diesem Debüt garantiert nicht (einige stammen noch aus der Zeit als die Band sich GRAVEN IMAGE nannte), geändert hat sich trotz Namensumbenennung bezüglich stilistischer Ausrichtung beim Ami-Fünfer so gut wie überhaupt nichts! Sechzig Minuten Traditioneller US-Metal mit stärkerer Betonung auf europäischer Schlagseite bieten AS DARKNESS DIES auf ihrem Debüt. Doppelläufige Twingitarren, filigrane Leadsoli, dazu eine fett aufspielende Rhythmusfraktion bestimmen den Inhalt der Zwölf Tracks. Pure Leidenschaft bestimmt eingängig geschmiedete Songstrukturen. Martin O' Brian (so manchen auch von der Progmetalformation BEYOND REALITY ein sicherer Begriff), liefert eine hervorragende Gesangsleistung, egal ob Klargesang, raues Shouting oder High Pitched Screams, - kein Zweifel, der über ein immens kraftvolles Organ, (dem raue Ecken innewohnen), verfügende Sänger beherrscht sein Handwerk von der Pike an. „Black Death“ röhrt schnell geradlinig voran preschend los, danach sorgt der melancholische Schwermutbolzen „Cloaked in Darkness“ in Form eines spannenden Zwischenintermezzos getüncht in wohldosiertem Bombast (Chöre, Glocken) für epische Gänsehaut. „Silent Wings“ lässt mit extrem cremigen Gitarrenharmonien gebettet in catchy Songstrukturen die sich auf dem gesamten Silberling finden, stilistisch an ACCEPT/RUNNING WILD beim Wechsel zwischen mörderisch killenden Breaks und mystischer Schattierung verstärkt an MERCYFUL FATE denken. „Ghost“ trägt schwungvoll im heroischen Gewand aufgetragen, zwischen trauerklagend und aggressiv schon beinahe FAITHFUL BREATH-Handschrift, die sich perfekt mit JUDAS PRIEST-Schule kreuzt. Phantastisch! Bei solchen Sahnebonbons müssen US-Metalfans bergeweise Freudentränen kommen, sobald Paul Colemann/Scott Williams ihrer Solierkunst an der Sechssaitigen freien Lauf lassen. „Other Side“ gibt einfühlsam Zeugnis, darüber Zeugnis, das emotional tiefgründiges ebenso seinen Platz hat. „High Road“ rockt im gediegenen Hardrockformat, wobei diesmal tatsächlich Nähe zu US-Vorbildern genauer: Y & T besteht. „World of Decay“ betört auf mystische Art, bis der Schleier fällt, während sich das Stück unwiderstehlich zur intensiven Dampframme verwandelt. Ein heftiges Powermetal-Inferno im kauzig verschrobenen Horrorgewand like METAL CHURCH/ OMEN trifft HALLOWEEN (US) bricht mit „One Mistake“ über das im Heavy Metal-Rausch befindliche Individuum herein. Geil! Der Bonustrack „Far away“ verteilt Rundschläge folkigen Abenteuerflairs im URIAH HEEP-Modus. Produziert von Szeneveteran Mike Vescera dreht sich ein richtig würdevolles Bekenntnis zum klassischen 80er-Jahre Hard n' Heavy- Sound im Player, dessen mit echten Hammertracks gefüllter Inhalt beinahe überquillt. Höllisch feiner Tobak! 9/10