11 alnamrood

VÖ: bereits erschienen
(Shaytan Productions)

Style: Folk / Black Metal

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AL-NAMROOD

Außergewöhnlich ist es schon, wenn eine Black Metal Band aus Saudi Arabien kommt und noch ungewöhnlicher ist es, dass sie es mit dieser neuen Scheibe schon ihr fünftes Album heraus bringen.
Nach dem folkloristischen, orientalischen Intro „Dhaleen“ wird es bei „Zamjara Alat“ rumpelig und zwar in Sachen Sound und Musik, da wird teils hart und ruppig drauf gedroschen, aber immer wieder kommt auch der orientalische Flair durch, der durchaus seine Reize hat. „Hawas Wa Thuar“ beginnt düster und drückend, einheimische Instrumente fließen genau so ein wie donnernde Drums, wonach der Folk Einfluss noch deutlich gesteigert wird. Bei „Ejhaph“ würde ich fast sogar einen Vergleich zu Negura Bunget ziehen, die auch viele heimatliche Musik und Instrumente mit in ihre Songs integrieren und erst bei „Adghan“ setzt sich der harte Klampfensound auch mal wieder durch und damit steigert sich auch die Härte. Natürlich werden die Folk Einschübe nicht vernachlässigt und diese eröffnen auch „Ya Le Taasatekum“. Doch dann wird es im Mid Tempo sehr drückend und auch bei „Hayat Al Khezea“ setzt sich der metallische Sound mehr in den Vordergrund.
Für mich ist es hier einfach nur schwer, die goldene Mitte zu finden, auf der einen Seite haben die orientalischen Instrumente schon ihren Reiz, aber hier ist es mir doch etwas zu viel und bei der harten Gangart ist mir ein Hauch zu wenig Abwechslung drin. Wenn die Saudis ihren Metal zelebrieren, ist es meist im Mid Tempo und da würden ein paar geballerte Parts nicht schaden. Dennoch hat das Album auch seine guten Seite und daher gibt es 6,3 von 10 Punkten.