03 paragon

VÖ: 18.03.2016
(Remedy Records)

Style: Heavy / Power Metal

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PARAGON

Dort, wo der starke 2012er-Release „Force of Destruction“ aufhörte, knüpfen die Hamburger PARAGON auf ihrem nunmehr elften Silbertaler „Hell Beyond Hell“ nathlos an, wobei sich auch der Wiedereinstieg von Gitarrist und Bandgründer Martin Christian als extrem vorteilhaft erweist. „Rising Forces“ markiert als fett ins Gehör ballerndes Speedgeschoß vom Feinsten den Einstieg nach Maß, gefolgt von mehreren bissigen auf hohem Level kompromisslos alles an die Wand blasender Powerspeedattacken („Hypnotized“, „Stand Your Ground“, „Meat Train“, „Buried in Blood“) - Hell Yeah! Rasiermesserscharf schneidende Gitarren, wuchtig hämmerndes Drumming, herrlich doppelläufige Gitarrenwände, die restlos alles wegsäbeln und ein immens ausdrucksstark variabel von Hochton, aggessiv heißerem Gebrüll, mitteltiefen Gesangslinien und Chorpassagen ausgefüllter Gesang , so muss Heavy Metal von echtem Schrot und Korn klingen! PARAGON gelingt es, ihr heroisches Faible in pure alles niederwalzende Heavyness zu packen, wofür ebenso deutlich der mächtig rasant walzende Hymnentiteltrack „Hell Beyond Hell“ spricht. „Heart of the Black“, weiteres Highlight einer gnadenlos amtlichen Heavy Metal-Vollbedienung zeigt unzähligen auf Schmalz, Kitsch-, Kommerz schielenden Posercombos gewaltig, wo der Hammer hängt. Bei solch einem von rauchig düsterem Gesang veredelten Pathosbonbon könnten sogar in jüngerer Zeit auf der Stelle tretende Szene-Kapazitäten wie GRAVE DIGGER neidisch werden! Zum ultimativen Höhepunkt kristallisiert sich letztlich statt der in großer Überzahl vorhandenen Speedgeschosse die wohl mit weitem Abstand ungewöhnlichste aller Nummern „Devils Waitingroom“ (des Teufels Wartezimmer) heraus, - ein auf den bocksbeinigen Höllenfürst gemünzt in bezaubernd mystische Stimmungsbögen getauchtes Atmoshärenmonumentalepos, das sich zur infernalischen Rauschorgie hoch steigert, um geheimnisvoll mit Keyboarsamples von Akkustikgitarre, Glockenspiel und -schlägen eskortiert majestätisch elegant auszuklingen, zum unwiderstehlichen Bringer entwickelt.

Sinngemäß empfiehlt sich für treu ergebene Fans der Hanseaten auf jeden Fall das inklusive feinem Coverartwork gestaltete Digipack samt Hymnengroover „Thunder In The Dark“ als Bonus. Mit diesem Killeralbum haben PARAGON erneut gezeigt, das sie zur Top-Eliteliga im Traditionsmetal-Sektor hierzulande gehören. Fette 9 von 10 Punkten lassen überhaupt gar keinen Zweifel daran!