VÖ: 29.11.13
(Frontiers Records)

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Nach kurzem Düsterintro legt der US-Vierer BENEDICTUM sofort los wie die Feuerwehr. Knarrzige Gitarrenattacken, treibende Grooves, fette Breaks, pathetisches Bombast Flair im Up- und Midtempobereich - all das spricht für dieses Album. Besonderes Merkmal der Band ist jedoch Frontsängerin Veronica Freeman. Die Frau besitzt ein Reibeisenorgan, das ihrer männlichen Kollegenschaft an Garstigkeit in überhaupt nichts nachsteht! Sie brüllt, schreit, kreischt und singt wie ein Kerl, ohne dass wirklich auffallen würde, dass hier ein weibliches Wesen hinter dem Mikro agiert! Mitreißende Breaks, fesselnde Gitarrenattacken und wohl strukturierte Melodielinien sorgen für Spannung und ein hochgradiges Maß an Qualität, das man als Fan von Bands der Schiene RAINBOW, BLACK SABBATH, SAVATAGE, JAG PANZER, OMEN und frühen VICIOUS RUMORS erwarten sollte. Heavy Metal-Lunatics, die solche Musik gern ungeschliffen roh geniessen, liegen mit BENEDICTUM goldrichtig! Für die etwas zu sehr in den Vordergrund gemischten Gitarren und den teilweise unterproduzierten Drumsound gibt’s jeweils einen Punkt Abzug, was allerdings das Level von Powerbreakern wie „Fighting For My Life“, „Scream“, „Evil That We Do“ oder „Apex Nation Retrograde“ keineswegs beeinträchtigend schmälert. Der kraftvoll gefühlsorientierte Schmachtfetzen „Cry“ zeigt BENEDICTUM von theatralisch-bombastischer Seite, wobei das Stück ausreichend Heavyness besitzt, um nicht kitschig zu wirken. 8 von 10 Punkten ist mir dieses raue Pfund reinen Edelstahls klassischer Schule allemal wert!