SAVAGE MASTER - Mask Of The Devil


12 savagemaster

VÖ: bereits erschienen
(Skol Records)

Style: Heavy Metal

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SAVAGE MASTER

Schon seit geraumer Zeit geht der Name SAVAGE MASTER im truemetallischen Untergrund um. Über das kleine Label Skol Records wurde jüngst deren Debüt „Mask of the Devil“ veröffentlicht. Angeführt wird der wilde Haufen von einer weiblichen Frontsängerin, die nicht nur aufreizend in Leder gekleidet posiert, was einer ganz bestimmten schon in den 80ern mit ähnlichem Outfit für Aufsehen sorgenden Female Frontsängerin ziemlich nahe kommt. Erinnert sich noch jemand an Betsy Weiss, die mit ihrer Band BITCH 1983 auf ähnlich lustvoll graziler Ebene wandelte? Eine weitere Parallele zu BITCH und SAVAGE MASTER ist in jedem Fall gegeben: Beide Combos zelebrieren deftig in den Hintern tretenden Heavy Metal traditioneller Schiene in reinster Form, mit fiesem Gesang einschließlich überraschend Okkulter Hintergrundthematik, wobei Stacey („Savage“) Peak über ein geradezu prädestiniert giftiges Organ verfügt. Die Dame getzt, keift, singt, schreit sich mit inbrünstiger Leidenschaft ihre Bosheit aus dem Leib, das zarte Gemüter regelrecht den Kopf einziehen sollten, wenn die zierliche Furie derart verschärft kreischend ins Mikro röhrt, das auch gestandenen Mannsbildern reihenweise die Haare zu Berge stehen! Daneben kommt hinsichtlich (rein zum optischen Selbstdarstellungszweck) benutzter Attitüde und Klischees in Richtung manch bereits in den 80ern aktiver Combo wie SATAN'S HOST und SAVAGE GRACE schielender Querverweis zum Vorschein, wobei der kantige Bandschriftzug sogar ein ähnliches Gestaltungsmuster zu Ersteren aufweist. Vom streitbaren weil nicht jugendfrei gestalteten (Kindern durchaus Alpträume bereitenden) in seiner Machart eventuell auf eine Satanssekte im klassischen Sinn gemünzten Coverartwork samt grenzwertigem Textinhalt in Kombination zu klassischem Truemetal könnten sich selbst kampferprobte Blackmetalkommandos etwas abschauen, wobei sich folgende Fragestellung regelrecht aufzwingt: Meinen die tatsächlich ernst, was sie in ihrem Textgut postulieren? Zumindest lässt die öfter durchblitzend satanische Atmosphäre beinahe darauf schließen. Bei genauerer Betrachtung fällt lediglich der Selbstdarstellungsmodus zunehmend ins Auge, womit die Band auch keinerlei satanistischen Zwecke verfolgt. Das Schlagzeug klatscht und scheppert herrlich altbacken, die Gitarren schreddern, riffen und sägen amtlich, könnten jedoch phasenweise mehr Druck vertragen, was an der etwas platten Produktion liegt. Ungeachtet dessen ist der Truppe um ihre beständig das Ruder führende Female Frontsängerin Stacey Savage alias Peak ein zunächst etwas holpriges, dennoch ansprechendes Debüt gelungen, das innerhalb werter Kollegenkreise für anerkennendes Kopfnicken sorgend andeutet, welch enormes (bei weitem noch längst nicht ausgereiztes) Potential in dem Fünfer steckt. SAVAGE MASTER haben mit ihrem als passabel durchgehenden Debüt das erste kleinere Ausrufezeichen gesetzt. Passende Anspieltipps für's geneigte Fanklientel sind neben dem theatralischen Titeltrack „Mask of the Devil“ die öfters gekonnt zwischen Midtempo und leichter Tempoforcierung pendelnd leicht in den Speedbereich driftenden Fetzer „Kill Without Warning“ und „Mary the Wolf“ sowie der im völligen Kontrast dazu stehend ausnahmslos flott durchpowernde Schlusstrack „Death Rides The Highway.“ 8/10