• Home
  • Reviews & Interviews
  • CD-Reviews
  • ASTRAKHAN - A Tapestry Of Scabs And Skin

ASTRAKHAN - A Tapestry Of Scabs And Skin

12 astrakhan

VÖ: bereits erschienen
(War On Music Records)

Style: Sludge / Stoner Metal

Homepage:
ASTRAKHAN

ASTRAKHAN sind ein bislang unbeschriebenes Blatt aus Vancouver (Kanada). Auf seinem Viertrack-EP-Einstand wirbelt sich das äußerst vielschichtig lärmende Quartett durch vier Tracks, die sich als gesamtes Material der Viersong-EP „The Pillarist“entpuppen . Ein farbenfrohes, passend zum Textinhalt der Musik gestaltetes Cover mit dem Drahtzieher der die Puppen Tanzen lässt, dürfte gleich beim ersten Hinschauen für Erstaunte Gesichter sorgen. Neben einer kräftigen Portion Sludge kombiniert mit Garagenrock dominieren progressive, Rhythmus- und Stilwechsel, die sich auf dem Viertracker erstaunlich präzise ins Gesamtbild fügen. Sänger/Bassist Dustan Toth verfügt über ein immens kräftiges Klartonorgan, wobei der Mann auch richtig brüllt, wenn's denn sein muss. Melancholische Parts denen lässige Melodiebögen innewohnen wechseln mit deftig herb aus dem Rohr geschossener Garagenrockdröhnung und brutalen Sludgekonteranteilen. Aufgrund ihres modern klingenden Anstrichs dürfte die Band eher für Stoner/Sludgefans interessant sein, die's überwiegend modern bevorzugen. Fans von Truppen wie BISON, 3 INCHES BLOOD, TOOL, BARONESS & Co. könnten sich nen Ast freuen. Neben flüssigen Garagenrockeruptionen geht’s bei Ergüssen der Schiene „Cupid's First“, „Blinded by the Diamond Planet“ oder „The Pillarist“ richtig vertrackt zu, wobei so mancher Drift in den Alternativebereich kaum ausbleibt. Da macht sich öfter das Gefühl breit, das künftig an der Stimmigkeit der Songs, gearbeitet werden muss, wobei häufig im Unklaren bleibt, wohin die Band eigentlich will. Trotz aller musikalisch zur Schau gestellten Schönfärberei plätschert das Material irgendwie direkt am Ohr vorbei. 6 Punkte von 10 genügen für den Anfang, wobei das ungewohnte Patchwork-Gebräu eher den Kopf verdreht, statt frei bläst.