DYSANGELIUM - Thánatos Áskēsis

12 dysangelium

VÖ: 24.12.2014
(World Terror Committee)

Style: Black Metal

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DYSANGELIUM

Bei vielen Black Metal Produktionen ist mir der Sound teils viel zu dünn und auf die Gitarren ausgelegt, dies ist bei den Kielern von DYSANGELIUM nicht der Fall, mit fettem Sound kommt da der Opener „Consecrated by Light“ gleich zum Tragen, viel Bass, donnernde Drums und mit A.N.L. einen Drummer/Sänger, der mehr im growligen als keifenden Bereich singt. Das Stück an sich hat alles Trademarks, die der Black Metal braucht, Raserei, Atmosphäre, Power und Aggression, doch bei ihrem Debüt haben DYSANGELIUM noch nicht das Maximale aus sich herausgeholt. Dafür ziehen sich so manche Parts wie in „Words Like Flames“ eine Ecke zu lang und verlieren dadurch etwas an Intensität. Hart und rasend bleiben die Herren auf jeden Fall, doch für meinen Geschmack eben einen Tick zu lange auf der gleichen Ebene. Das ist gerade auch beim Einstieg in „Obelisk of the Sevencrowned Son“ zu merken, ein paar Wiederholungen weniger, und es hätte um einiges mehr gefetzt. Bei „Chaomega“ lässt sich ein Dissection Einschub nicht verleugnen und in „Aries“ gefällt mir der dreckige Touch besonders gut. „Gateways to Necromancy“ hat zwar auch schon genügend Feuer, doch für das komplett durchschlagende Inferno reicht es noch nicht, auch wenn „Murmura“ im Mittelpart mit guter Atmosphäre Gefallen finden kann. Sehr gut gefällt mir das Break lastige Geballer in „Ave Obscuritas Incarna“ und am Ende ist „I Am the Witness, I Am the Servant“ ein weitesdgehend guter Track, doch die gesprochenen Parts lassen die Intensität etwas vermissen, das ist noch etwas dünn.
Alles in allem sind DYSANGELIUM aber auf dem richtigen Weg, den sie hier schon mal mit 6,8 von 10 Punkten pflastern.