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CIRCLE II CIRCLE – Reign of Darkness



VÖ: 16.10.15
(EAR-Music/Edel)

Genre:
Hard Rock

Hompage:
CIRCLE II CIRCLE

Über den geteilten SAVATAGE/TSO-Auftritt beim W.O.A.2015 mag sich jeder selbst denken, was er will. Fakt ist, dass sich Zak Stevens Stimmbänder außerordentlich prächtig erholt zeigen. Reste der letzten SAVATAGE-Phase (The Wake of Magellan/Poets and Madman) werden mit CIRCLE II CIRCLE kombiniert. CIRCLE II CIRCLE schaffen es tatsächlich, sich selbst neu zu erfinden, die Vergangenheit der End-SAVATAGE-Ära mit dem Schaffen aktuellerer CIRCLE II CIRCLE jüngeren Datums („Consequence Of Power“ oder „Seasons Will Fall“ zu verbinden. Die fast zweieinhalbminütige Over-Underture läutet den flott und hart zur Sache gehenden UP-Tempo Opener „Victim of the Night“ in dramatischer Weise fast schon erwartungsgemäß ein. „It's All Over“ lebt vom fließenden Grooves und Zak Steven's Kopflastiger Stimme. Mit „Ghost of The Devil“ ist endlich das erste Highlight zu verzeichnen, dieser Song besitzt alle Stärken von  SAVATAGE und CIRCLE II CIRCLE auszeichnet: Spannung, Anspruch, gesunden Härtegrad, fließende Hardrockgrooves, zauberhaft greifende Traumleadsoli, hätte allerdings noch etwas länger sein dürfen. Die nächsten Highlights „Somewhere“ und „Deep Within“ mögen zwar anspruchsvoll komponiert sein, erschließen sich dank wunderschön hilfreicher Brücken wunderlicher weise umso schneller dem geneigten Ohr. Zak Stevens an mancher Stelle operettenhafter Gesang hat sein bekannt eigenes Musterformat. „Taken away“ erweitert den Spannungsbogen um den neben aller präsenten Melancholie so wichtigen Düsteranstrich, womit noch ein weiterer Höhepunkt gesetzt wird. Reign of Darkness balanciert geschickt zwischen SAVATAGE Lichtblicken und besseren CIRCLE II CIRCLE Momenten. „Sinister Love“ legt Zeugnis darüber ab, wie verkopft zugleich eingängig CIRCLE II CIRCLE sein können. „Solitary Rein“ zeigt Sänger Zak Stevens von seiner vielschichtigen Seite und markiert einen wunderschön gefühlvoll dramatischen Abschluß. Prima! „Untold Dreams“ und „One More Day“ sind weniger anspruchsvoll arrangiert, dafür zumindest über weite Strecken sehr eingängig ausgefallen, was den Reiz der Scheibe aber kaum beeinträchtigt, können sinngemäß als eine Art Blaupause gesehen werden, ansonsten bewegt sich bei CIRCLE II CIRCLE alles im oberen grünen Bereich. Progressive-Schlagseite, Bombastanteile, fesselnde Melodieführung - Reign in Darkness beinhaltet alles, was sowohl SAVATAGE als auch CIRCLE II CIRCLE-Anhänger mögen. Nach diesem Album dürfen sowohl SAVATAGE als auch CIRCLE II CIRCLE-Fans auf weitere Glanztaten von Zak Stevens und seiner Crew gespannt sein! 8,5/10