GONOREAS – Destructive Ways

VÖ: 06.11.2015
(Sonic Revolution)

Genre:
Heavy Metal

Homepage:
GONOREAS

Unser kleines Alpennachbarland Schweiz galt seit jeher schon immer eine gute Adresse als Skigebiet, für leckeren Loch-Käse und finanzieller Absicherung durch Kreditinstitute, darüber hinaus hat die Metallerschaft dem Land mit dem weißen Kreuz auf rotem Grund wertvolles Hartwurstkulturgut  wie KROKUS, CELTIC FROST, SAMAEL, GOTTHARD etc, zu verdanken. Mit balladeskem Vorspiel „Ritual“ beginnt der immerhin auch schon seit knapp zwei Jahrzehnten im heavy rockenden Business aktive Eidgenossenvierer GONOREAS zunächst verhalten reserviert, ehe es bei „Rebellion agianst the Obessor“ kräftig mit Schmackes im JUDAS PRIEST-Stile deftig mitten in die Vollen geht! Neben der englischen Kultkapelle zeigt sich ein ganzes Sammelsurium diverser Einflüsse zwischen ANNIHILATOR, ICED EARTH, JUDAS PRIEST und SAXON bis WIZARD. „Are You the Master of Your Desires?“ lautet der gebrüllte Textslogan zu Beginn des rasant auf die Tube drückenden hart riffigen Openers „Rebellion Against The Obsessor“ von Sänger Leandro Pacheco, dessen kraftvoll röhrendes Organ theatralische Parts wie gebrüllte Hochtonlagen sicher meistert, so manches mal entfernt an ICED EARTH denken lässt. Was folgt, sind acht weitere sehr unorthodox eigenwillige Kompositionen. Hu-Ha-Backgroundvocals geben dem schon etwas zu sehr konstruiert sperrigen „Viking“ Halt, danach driftet „Parallel Universe“ in eingängigem Grooveraster ab ins Paralleluniversum. „Wizards“ beginnt düsterbombastisch, hier wird kräftig der hochmelodische Powermetalhammer geschwungen, wobei selbst Parallelen zu einer gewissen Teutonic-True/Powermetalformation namens WIZARD nicht so weit entfernt liegen, vor allem, wenn mittels flotter Bassläufe begleitet von schnellem Powerdrumming das Tempo kräftig angezogen wird. „Empire“ tendiert stark in richtung Oldshool-Speed/Thrashmetal, lässt mit einer geschickt für Auflockerung sorgenden Groovebrücke auch klassisches Heavy Metalflair aufkommen. „When Nobody asked“ gemahnt inklusive klassischer Melancholicfärbung mittels akkustischem Part stark an ICED EARTH, „Dark Triad“ setzt den Reigen ähnlich fort, ehe das gemäßigte Akkustik-Instrumental „The Offering“ begleitet von einem in Endlossschleife vorgetragenen Filigranleadgitarrensolo den überraschend nachdenklich ruhigen Ausklang markiert.   

Fazit: Ein Tonträger dessen Inhalt sowohl Heavy-, Power-, (voll),  Progfans (bedingt) anspricht, möglicherweise sogar ein kleineres Speed/Thrashfanklientel aus der Reserve locken könnte. 7,5/10 Punkte