RAM - Svbversvm

10 ram

VÖ: 30.10.2015
(Metal Blade Records)

Style: Heavy Metal

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RAM

1999 gegründet, meldet sich die schwedische Heavy Metal-Kapelle RAM endlich mit ihrem schon sehnsüchtig erwarteten vierten Silberteller zurück, der zu keiner Sekunde auch nur den geringsten Zweifel daran aufkommen lässt, wie echter Heavy Metal, der seiner Bezeichnung absolut gerecht wird, gespielt werden muss. Nach wie vor sind schwere JUDAS PRIEST-Einflüsse beim schwedischen Fünfer um Sänger Oscar Carlquist erkennbar, was bärenstarke Hymnen wie „Return of the Iron Tyrant“, „Eye of the Night“, „Forbidden Zone“ oder Temples of the Void kräftig unterstreichen. RAM haben ihr bisheriges Level mühelos beibehalten, klingen sogar noch perfekter als in der Vergangenheit, was dem hohen Eingängigkeitsfaktor aller Nummern sicherlich mitzuverdanken ist. Harry Granroth/Martin Jonsson werden ihrem Ruf als schädelspaltende Killerriffs, brachiale Hammerhooks und exzellente Leadsoli aus allen Rohren feuerndes Axemen-Duo jederzeit vollauf gerecht. Unterstützt von seinem Bruder Tobias am Bass bedient Morgan Petterson sein Schlagzeug punktgenau dynamisch, bildet die Rhythmussektion ein undurchdringbar dickes Sockelfundament, auf dem sämtliche Tracks fußen. Oscar Carlquist singt, schreit, röhrt mit kraftvoll, superb mit variantenreich flexibel dynamischem Stimmvolumen auf Basis von JUDAS PRIEST-Oberprister Rob Halford verbunden mit dem hingebungsvoll theatralischen Timbre eines John Oliva (SAVATAGE), der explosiven Hochtondynamik von METAL CHURCH-Kultsänger David Wayne und dem begnadeten Ex-RIOT-Shouter Tony Moore so ausdrucksstark wie nie zuvor.

Yes! Auf dieses Album hat die klassische Traditions Heavy Metal Fangemeinde gewartet! Neun Hymnen im klassischen Heavy Metalformat, nach denen die Schwermetallfangemeinde geradezu lechzt, serviert das Schwedenquintett auf dem Silbertablett. Wuchtig sägende Hymnen vom Format „Return of the Iron Tyrant“, „Enslaver“, „Holy Death“ macht zwischendurch sogar einen leicht progressiven Abstecher, ehe abermals konsequent in den Geradlinigkeitsmodus umgeschaltet wird. Der kraftvoll in unnachahmlicher True Metal-Manier rollende Midtempogroover „The Ursurper“ lässt sämtliche Haare zu Berge stehen! RAM machen erneut keine Gefangenen. „Terminus“ auf klassische Science Fi-Epen gemachtes Instrumental, bildet gelungenerweise den Brückenpart zum folgenden „The Omega Device“, welches inhaltlich beinahe programmgemäß dahin tendiert. „Forbidden Zone“ wird von wundervoll solierender Leadgitarre eingeleitet, hier ist mein Ohr geneigt, an RUNNING WILD zu Blazon Stone-Zeiten zu denken (!) ehe eine abermals direkt in JUDAS PRIEST-Manier folgende Riffsalve einer heroischen Hymne Gestalt verleihend gnadenlos alles in Stücke zerlegt, was ihr in die Quere kommt! „Temples of the Void“ beginnt fast schon wie IRON MAIDEN's Kultklassiker Powerslave mit Sturmrauschen, gefolgt von Wolfsgeheul, ehe der spannende von fetten Backgroundchören getragene Rammbock durch herrliche Filigransoli, robust drückende Grooves und epische Choräle veredelt mächtig Fahrt aufnimmt. „Svbersvm“ baut dank sägender Riffs, mittels Sprechgesängen und tief gesungenen Männerchorälen eine durch Mark und Bein gehende Atmosphäre umgeben von düsterem Pathos, aufbaut, wobei beständig in verstärkter Weise unverkennbare Neigung der Schwedenstahlcrew für JUDAS PRIEST aufblitzt. Wahnsinn! Unglaublich druckvoll fett abgemischt in einem alles niederreißend überrollenden Bombensound, dreht sich ein ultivmatives Muss für die klassische Heavy Metal-Fangemeinde im Playerschacht. Je öfter und intensiver ich diesen Silberdeckel höre, desto mehr beschleicht mich folgendes Gefühl: "Svbversvm" ist das Album, das METAL CHURCH und JUDAS PRIEST schon viel zu lange vermissen lassen! 9/10