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LUKE GASSER – Rock n' Roll Welfare

(Fastball Music/Soulfood)
VÖ: 06.11.15

Genre: Hard Rock

Homepage:
LUKE GASSER

 

LUKE GASSER meldet sich zurück mit frischem, unverbrauchtem Hardrock. Der vielseitige Schweizer lebt seine Vorlieben für klassischen Hardrock aus. Gegenüber dem Vorgängeralbum "Flicker" wirkt alles trotz häufig präsenter Catchy Grooves eine Spur geradliniger, härter, mit anderen Worten: direkter ins Gehör gehend produziert. Gassers dritter Longplay-Output "Rock n' Roll Welfare" enthält wieder viel Blues getränktes Hardrockfutter, das sich diesmal zwischen AC/DC, NEAL YOUNG und dem bewährten Texas Bluesboogie-Trio ZZ-Top bewegt. Nummern wie „Sweet St. Veronica“, „A Jester for a Fool“ (fett blueslastig inklusive Mundharmonika!), der knackig auf ZZ-Top gemachte Titeltrack Rock n' Roll-Welfare, dem ein exzessiv düster melancholischer Abenteuertrip („Journeyman“) folgt, das förmlich zum ultimativen Exitus verbluest im dauerhaft flotten Rock n' Roll- Gewand geschmetterte (an die alles weg röhrende TEN YEARS AFTER-Supersession erinnernde „I'm going Home“) BIG BOY-WILLIAMS-Erinnerungsstück „Baby Please don't Go“  oder „Still Under Fire“ zeigen deutlich rauere Gesangsfacetten. Mit der vom steinigen Weg intensiv gelebter körperlich qualvoller dunkler Stunden erzählenden Selbstfindungs-Hommage „Promised Lands“ kommen gar ungewohnt dunkle Seiten ans Tageslicht. Da will es aber  einer wissen! Einer? Nee, drei wollen's wissen! Selbstverständlich ist LUKE GASSER keineswegs allein, denn ohne Band ergibt ein solches Unterfangen überhaupt keinen Sinn. Rudolf „Relli“ Halter sorgt für erforderliche Schlagzeugbeats/Percussion (u. a. Mundharmonika) sowie Backing-Vocals im Hintergrund, Pascal „Ace“ Zwissig bedient den Bass nebenbei auch an den Backing-Vocals.  Das obligatorische Cover darf ebensowenig fehlen, dabei fiel die Entscheidung auf den von BIG BOY WILLAMS geschriebenen Klassiker „Baby Please Don't Go“, -  passende, wenn auch seltene Wahl, zumal das überraschend explosiv umgesetzte Stück richtig kraftvoll rockt. Der Silberdreher geht mit ungeheuer viel Spaß und Lebenslust zur Sache, da lässt sich ein sanftmütig still in dezenter Balladenform gewählter Abgang wie „Summer Crazy“ umso leichter verkraften, weshalb am Ende festzuhalten bleibt, dass mehr Abwechslung einer spürbaren Weiterentwicklung förderlich ist! 
Punkte: 8/10