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TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA – Letters From The Labyrinth

(Universal)
VÖ: 13.11.15

Genre: Orchestraler Rock

Homepage:
TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA

Tja, da ist es nun, das lang erwartete neue Studioalbum von den Rock-Oper Visionären TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA. Auch der sechste Longplayer (EPs, Best Of etc. nicht mit eingerechnet) wurde wieder sehr speziell. Diesmal ließ sich Denker und Lenker Paul O’Neill für das Album von seiner Leidenschaft für Geschichte inspirieren. Das Albumkonzept basiert auf dem letzten Studioalbum „Night Castle“ von 2009. Auf “Letters From The Labyrinth” widmen sich TSO universellen Themen wie die Reise der Menschheit durch die Zeiten (“Time And Distance”), aber auch spezifischen Motiven wie Mobbing (“Not The Same”), dem Fall der Berliner Mauer (“Prometheus”) und den Kontroversen um die weltweiten Bankgeschäfte (“Not Dead Yet”) - soweit auszugsweise die Presseinfo.
Bis Mitte des dritten Songs “Prometheus” bekommt der Hörer erstmal nur rein orchestral inszenierte und instrumental eingespielte, aber sehr interessant umgesetzte Klassik zu hören, ehe die erste kurze Gesangspassage erklingt. Mit typisch spannenden Inszenierungen in Sachen Rock und Metal geht es instrumental weiter. Hierbei stechen „Mountain Labyrinth“ und „King Rurik“ hervor, da man solche Melodienführungen bereits von TSO kennt. „The Night Conceives“ ist das erste wirklich eingesungene Stück und erstaunlicherweise erkennt man hier kaum die Handschrift von John Oliva (SAVATAGE, JOHN OLIVA’s PAIN), der an diesem Stück mitkomponierte. Der Song hat einen eher rockigen Touch, wie auch „Forget About The Blame“ (beim Bonustrack mit HALESTORM’s Lzzy Hale an Mikro). Hier könnte man fast auf Oliva schwören, aber der hatte hier seine Finger kompositorisch nicht mit im Spiel. In der Folge wird man bei einigen Stücken Anleihen oder Melodien von früheren SAVATAGE oder TSO Songs finden. Alles voran „Stay“ oder „Not The Same“. Letzteres erinnert sehr stark an „Believe“ von SAVATAGE und erzeugt fast eine ebensolche Gänsehaut wie das Original. Mit 32 mitwirkenden Musikern bei 15 Stücken und einer sehr sauberen Produktion wieder eine gleichermaßen große Herausforderung an Rock und Metal Fans sowie Klassik Liebhaber. Mir persönlich bescherte „Letters From The Labyrinth“ anfangs einen etwas schwierigeren Zugang, der mit sich einigen Durchläufen aber relativierte.
Punkte 8/10