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THE BOYSCOUT – My Route 66 (Special Edition)



VÖ: 04.12.15
(Sonic Revolution/Soulfood)

Genre:
Hard Rock

Homepage:
THE BOYSCOUT

Der Balinger Biker- und Kinderfreund Manuel Mijalkovski, besser bekannt als THE BOYSCOUT, ist mir bisher nur durch zwei rezensierte CD-Singles “Father” und „Bikers Feeling” vor ein paar Jahren untergekommen. Er hat deren aber noch mehr herausgebracht und bereits auch ein Album Namens „Blood Red Rose“ (2012) am Start. Jetzt steht der 2. Longplayer „My Root 66“ in den Startlöchern.  Das coole an dieser Special Edition (im Digipack) ist, sie beinhaltet auch das oben genannte Studioalbum, das mir bisher unbekannt war.

My Root 66“ - ist eine Zusammenstellung von 10 Coversongs, die sich alle dazu eignen eben mit cooler Mucke über die Landstraße zu cruisen. Dabei muss es nicht unbedingt die Route 66 sein. Ganz nebenbei hat Mijalkovski seine Kontakte oder vielleicht auch die von Produzent Michael Voss (MAD MAX) genutzt und bekannte Sänger für diverse Songs an Land gezogen, die den jeweiligen Stücken sogar ihren eigenen Stempel aufdrücken konnten. Soto z. B. bei ner R’R Nummer zu hören hat schon was und auch Paul Shortino hat mich beim JOURNEY Cover überzeugt. Das Album läuft rund und ist auf jeden Fall Party kompatibel, da es nicht nur Rock- sondern auch Pop-lastige Songs beinhaltet, die eigentlich jeder kennt und zumindest im Refrain mitsingen kann. Der geübte Hörer oder Musiker wird allerdings schnell erkennen, dass der Drummer mit Vornamen Com und Nachnamen Puter heißt. Vielleicht hätten echte Drumfils etwas mehr Bums aus der sonst recht guten Produktion holen können. Sei’s drum, nach 2 – 3 Bier merkt das eh keiner mehr.

Tracklist “My Root 66”:
01. Born to be wild - Claus Lessmann (Ex-Bonfire)
02. Ride the Wind - Michael Voss (Casanova, Mad Max, Bonfire)
03. Turn the Page - The Boyscout
04. Because the Night - Linda Lulka (Linda and the Punch)
05. Get your Kicks on Route 66 - Jeff Scott Soto (Talismann, Journey etc.)
06. Wheel in the Sky - Paul Shortino (Quiet Riot)
07. No easy Way out - The Boyscout
08. Take it easy – Tony Carey (Ex-Rainbow)
09. Juke Box Hero - Oliver Hartmann (Avantasia u.a.)
10. Hallelujah - The Boyscout

Blood Red Rose – A Rock Fantasy“ – Hier fallen zuerst, wie schon bei der ersten CD, die Namen der Gastsängerinnen wie Robin Beck oder Amanda Somerville (AINA, KISKE/SOMERVILLE, AVANTASIA, ROCK MEETS CLASSIC) ins Auge. Aber schnell wird auf diesem Album klar, dass es sich hier nicht um ein Coveralbum handelt, sondern um eigene Songs die größtenteils von Mijalkovski und Voss geschrieben wurden. OK, „When Children Cry“, übrigens ein gutes WHITE LION Cover, bildet hier die Ausnahme. Melodischer Rock steht im Vordergrund, was auch der eingängige und straighte Opener „Sexy Taxi Driver“ unterstreicht. Beim Titelsong in der Single Edit. mit Frau Somerville fällt mir eher wieder der Drumcomupter auf, als das mich der Pop-lastige Song überzeugt (deutlich besser hier die A Rock Fantasy Version am Ende). Überhaupt fehlt es mir ein bisschen an Pep bei einigen Stücken. Mehr von der rockigen Sorte wie „I’ll Be There For You“ oder „Bikers Feeling“ (kannte ich schon von der Single) hätten dem Album sicherlich gut getan. Und auch Robin Beck reißt es da für mich mit dem poprockigen „Hey… I Love You“ nicht raus.

Zusammengefasst ergeben das bei mir 7/10 Punkte für beide Alben, wobei „My Route 66“ klar den Vorzug erhält und bei „Blood Red Rose“ nur die benannten rockigen Stücke und das Cover meinen musikalischen Geschmacksnerv treffen.