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HONEYMOON DISEASE - The Transcendence

11 honeymoon

VÖ: 20.11.2015
(Napalm Records)

Style: Hardrock

Homepage:
HONEYMOON DISEASE

Deutete bereits die zum Einstand veröffentlichte „Fast Love“-EP aus dem Jahr 2014 an, was kommen sollte, setzt die ausgeglichen mit zwei Damen und zwei Herren besetzte Riege ihren Kurs unbekümmert fort. THIN LIZZY/RUNAWAYS auf Hippietrip, so in etwa lässt sich der Stil von „The Transcendence“ beschreiben, wo um alles in der Welt die vielen RAINBOW Vergleiche herkommen, bleibt ein Rätsel. Der Stil des Vierers besitzt vereinzelt eher eine leicht schrammelige Färbung zu GIRLSCHOOL in frühen End70er- Demo-Tagen mit deutlicher RUNAWAYS-Referenz. Bei sinnentstellt zusammengebastelten Bezeichnungen wie 'Heavy-Speed-Rock' (laut Infoblatt) verdrehen sich einem heftig die Augen. Zurück zur Musik, die sich (einschließlich End60er-Touch) im klassischen 70er-Jahre Rock-Gewand bewegt: Optisch sowie inhaltlich leben HONEYMOON DISEASE ihre Vorliebe für die ausklingende Flower-Power-Schlußphase in der Übergangsepoche zum klassischen Hardrockfundament aus. Jenna's kratzend raue Rockröhre passt prima zum erdig im 70er- Jahre Stil rockenden Material. Coole Riffs, lässige Grooves, entspannte Melodieführung... - dieser Sound steht schwedischen Combos regelrecht auf den Leib geschrieben. HONEYMOON DISEASE reihen sich nahtlos zwischen DEAD LORD oder BLUES PILLS ein, können darüber hinaus wiederum ebenso mit stilistisch an mancher Stelle vorhandener Nähe zu ihren Landsleuten SISTER SIN punkten. Zeitweise blitzt sogar schon mal ein leichter Hang zum Punk auf, siehe „You're too late“. „Gotta Move“, „Benevue Groove“ oder „Rock n' Roll-Shock“ besitzen intensiv dynamische Rock n' Roll-Schlagseite. Wiedererkennungswert ist vorhanden, wäre trotz guter Ansätze künftig ausbaufähiger, ansonsten versprüht der Gute Laune-Rock massig positive Vibes.

Anspieltipps: „“Imperial Mind“, Benevue Groove“, „Rock n' Roll Shock“ und „You're too Late“.

Fazit: Ein Album, das nicht nur Nostalgikern/70er-Jahre-Rockfans locker direkt ins Gehör laufen sollte. 38 Minuten feinchilliger 70er-Jahre Rhythm & Beat-Groove-Rock zum Wohlfühlen. 7,5/10