PONAMERO SUNDOWN - Veddesta

12 ponamero


VÖ: bereits erschienen
(Transubstans Records)

Style: Stoner / Doom Metal

Homepage:
PONAMERO SUNDOWN

Schwedens Hauptstadt Stockholm ist ein kunterbuntes Sammelbecken für Hard n' Heavycombos unterschiedlichster Coleur. Eine weitere aus dem Stoner/Doombereich nennt sich PONAMERO SUNDOWN, deren drittes Album nun auf meinem Rezessionstisch landet. Fließende rockende, jederzeit variable Songstrukturen, urig bratende Fuzzgitarrenriffs, wuchtiges Drumming und Shouter Nicke Engwell, dessen dynamisch flexibles ausgestreckt lange ihr Tonvolumen haltende sowohl elegant im Hochtonformat als auch von heißerem Brüllen schwadronierendes Organ gehören zu den bestimmenden Merkmalen auf diesem Siebentrackling. „Bottom of the River“ leitet mit fließenden Stonerbeats in den Siebentrackling ein, „Restart My Heart“ lässt beim Hören unweigerlich an Jeanshemd und Schlaghose denken, „The Fortune Teller“ outet sich als vielseitig arrangierter Stonerbrocken mit 70er-Jahre Referenz, „Rhinodostodom“ baut inklusive gesprochenem Part enorm Spannung auf, wechselt fließend in gebremsten Doomgroove über, um flotte Rockbeatkaskaden auszuteilen, ehe erneut immense Spannung erzeugt wird, die abrupt in klassischen Hardrock umschlägt. Toll! „Broken Trust“ orientiert sich am erdigen Stonerfaible, ehe der knarrzige Blues-Rockbrecher „Dead and Gone“ die Session schließlich druckvoll beendet.

Ergo: Kein schwacher Trunk, den dieses Stockholmer Quartett verabreicht, hier sollte man sich keineswegs von den auf den ersten Blick etwas gesetzter aussehenden (bei näherer Betrachtung um einiges jüngeren) vier Herrenschaften auf dem Cover täuschen lassen, die ihr betont lässig, angenehm ins Blut gehendes Stonerdoomgebräu auf erfrischend krachende Weise offerieren. 8/10