STARBLIND - Dying Son

12 starblind

VÖ: 04.12.2015
(Pure Steel Records)

Style: Heavy Metal

Homepage:
STARBLIND

Mit dem Schwedenfünfer STARBLIND gibt die neueste Entdeckung aus dem Hause Pure Steel-Records ihren Longplay-Einstand. Auf das feine bereits die weitere Entwicklung der Band mehr als nur andeutende deutende Dark Horrors-Debüt aus dem Jahr 2014 dieses waschechten Geheimtipps für die Traditionsmetalfangemeinde folgt nun mit Dying Sun ein Nachfolgewerk, für das die Bezeichnung 'passabel' ein regelrechtes Schimpfwort wäre. Acht Stücke eingängigen Heavy Metals inklusive majestätisch elegant harmonierender Twingitarren dominieren bei Nummern wie „Blood Red Skies“ oder „The Lighthouse“ das Geschehen. STARBLIND werfen mit soviel 80er-Jahre IRON MAIDEN-Spirit um sich, das es nur so danach müffelt! Allein die unverkennbaren Bassläufe, das Schlagzeugspiel und die Bassarbeit – werden dem Original durchaus gerecht, daneben finden sich an mancher Stelle unverkennbar JUDAS PRIEST sowie vereinzelte SATAN/BLITZKRIEG-Anteile. „The Man of the Crowd“ von Ohohoo-Singalongs gekennzeichnet, erinnert ebenso deutlich, wie alles Material auf dem Achttrackling an das britische Heavy Metal-Flaggschiff IRON MAIDEN, ausgenommen der ziemlich individuelle Gesang von Shouter Mike Stark, dessen klares Organ theatralische Phrasierungen ebenso sicher drauf hat, wie spitze Hochtonschreie. „Sacrifice“ weiß als Bastard aus The Trooper/Afraid to Shoot Strangers zu überzeugen, langsam bedächtiger Songaufbau, schrittweise Spannungssteigerung bis zur hohen Temposteigerung inklusive feinfühliger Twingitarrenmelodien. „Room 101“ wirft deutlich den Blick aufs 1986er MAIDEN-Referenzwerk „Somewhere in Time“, lässt an mancher Stelle BLITZKRIEG/SATAN-Anteile durchscheinen, während zum elfeinhalb-Minuten-Gourmethäppchen noch einmal die auf große Monumental-Epen des „Rime of the Ancient Mariner“-, „Alexander The Great“ oder „To Tame a Land“-Fundus schwörende Anhängerschaft am Ende in puren Freudentaumel gerät! Wer grundsätzlich nie genug vom unerreichten 80er-Jahre angefangen vom gleichnamigen Erstling Iron Maiden bis zum Früh-90er (Fear of the Dark-Zeiten) IRON MAIDEN-Spirit bekommt, sollte, - nein, - muss diesen Achttracker (s)einem dringend erforderlichen Hörtest unterziehen! 8/10