MARTIGAN - Distant Monsters


VÖ: 18.12.15
(Progressive Promotion Records)

Genre:
Progressive Rock

Homepage:
MARTIGAN

Es gibt Bands, die hauen ihre Alben im Abstand von einem Jahr raus und es gibt Bands, die brauchen auch schon mal sechs Jahre für ein neues Werk. MARTIGAN gehören zur zweiten Kategorie und so mussten die Fans ordentlich Geduld aufbringen, bevor sie nun mit „Distant Monsters“ endlich neues Material zu hören bekommen. Das Warten hat sich allerdings gelohnt, denn das Quintett brennt hier über 75 Minuten ein Prog-Feuerwerk ab, das stilistisch wie eine Mischung aus RUSH, den alten GENESIS und MARILLION klingt. Auch nach dem x-ten Durchlauf kommt hier keine Langeweile auf, da die Band es geschickt versteht, eingängige Melodien mit anspruchsvollen Instrumentalpassagen zu mischen und so den Spannungslevel hoch zu halten.
Neben der grandiosen Instrumentalfraktion hat man zudem mit KAI MARCKWORDT einen Sänger an Bord, dessen Stimme einem irgendwie bekannt vorkommt, auch wenn man nicht sagen kann, an wen sie einen erinnert. Sie passt auf jeden Fall hervorragend zu den Songs und ist zweifellos eines der prägenden Elemente auf „Distant Monsters“.

Fazit: Hier haben MARTIGAN ein kleines Meisterwerk abgeliefert, das die lange Wartezeit auf jeden Fall gerechtfertigt hat. Wer auch nur im Entferntesten etwas mit den oben genannten Bands anfangen kann, der sollte hier richtig liegen. Als Anspieltipps empfehle ich „Theodor’s Walls“, „Lion“ und „Fire On The Pier“.

8,5/10