SIRENIA - Dim Days Of Dolor


VÖ: 11.11.16
(Napalm Records)

Genre:
Symphonic Metal

Homepage:
SIRENIA

So langsam bekommt man das Gefühl, als sei der Posten der Sängerin bei SIRENIA so etwas wie der des Drummers bei SPINAL TAB oder des Bassisten bei ANVIL. Mit EMMANUELLE ZOLTAN hat man nun bereits die fünfte Sängerin in 15 Jahren an Bord und man kann nur hoffen, dass dieses Bandgefüge möglichst lange Bestand hat. Grund zur Hoffnung gibt es, ist ZOLTAN doch schon seit langem Mitglied im Chor von SIRENIA gewesen und daher bereits in die Gruppe integriert. Stimmlich lässt die Dame auf jeden Fall nichts anbrennen und ist mit ihrer klassischen Opernstimme ganz sicher kein Rückschritt für Bandchef MORTEN VELAND. So hat sie dann auch keine Probleme die Songs zu interpretieren, die eigentlich nicht für ihre Stimme gedacht waren.
Allerdings kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Querelen innerhalb der Band sich negativ auf das Songwriting ausgewirkt haben, denn neben absolut grandiosen Symphonic Metal-Nummern wie dem Titeltrack „Dim Days Of Dolor“, dem Opener „Goddess Of The Sea“ und „The 12th Hour“ fällt der Rest leider etwas ab. Wenn man es nun aber schafft, das Line up konstant zu halten, traue ich SIRENIA durchaus zu mit dem nächsten Album einen großen Schritt nach vorne zu machen. Die richtige Sängerin dafür hätten sie jetzt auf jeden Fall.

7,5/10