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LIGHTNING STRIKES – Lightning Strikes

 

VÖ: 18.11.16
(Pure Legend Records)

Style: Hardrock/Heavy Metal

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LIGHTNING STRIKES

Nach einer heute schwer gesuchten, extrem sauraren 2-Track-Single wurde es ganz schnell wieder ruhig um LIGHTNING STRIKES, weil die Band wegen Besetzungswechseln auseinanderfiel, sprich sich auflöste. Ihr wisst nicht, wovon die Rede ist? Verständlich. Ok, gehen wir gedanklich zunächst einmal direkt zurück ins Bandgründungsjahr 1985 als diese gesuchte Rarität erschien. Binnen Kürze erscheint nun endlich das von Insidern lang erwartete Debüt von LIGHTNING STRIKES auf den Markt. Unterstützt von Namhaften Musikern wie Derek Sherinian (DREAM THEATER, KISS) am Keyboard sowie Tony Martin (BLACK SABBATH) und Noah (AVANCHICK) zeitweise als Gastsängern veröffentlicht das US-Quartett um Shouter Nando Fernandes, dessen Stimmlage irgendwo zwischen Ian Gillan, Ronnie James Dio, David Coverdale liegt, das von Insiderkreisen gleichnamige, längst herbeigesehnte Debüt. Geboten wird sauberer Heavy Rock zwischen DEEP PURPLE, RAINBOW, WHITESNAKE, DIO und BLACK SABBATH. Abgemischt von Soundmixer-Koriphäe Roy Z der u. a. schon für JUDAS PRIEST, BRUCE DICKINSON und HELLOWEEN hinter den Reglern saß, dreht sich ein knapp 42 Minütiger Silberling im Player, dessen intensiv geradlinig rockende Kompositionen viel Zug einschließlich erforderlichem Drive nach vorne haben, womit eigentlich alles gesagt wäre. Bei fließenden Hard n' Heavy-Powersmashern wie „Can't cross the Rainbow“ oder „301 Ad Sins of our Fathers“, mystischem Kraftfutter („Bermuda Triangle“), dem leider etwas zu kurz geratenen von sattem Killerriff dominierten Groovemonster „Kamikaze“, oder einem auf besten DEEP PURPLE/WHITESNAKE-Format getrimmten Rocker vom Kaliber „We Don't Rock Alone“, muss es Nostalgikern und Hardlinern Schweißperlen auf die Stirn treiben, wenn sie diesen Elftrackling hören, da lebt der klassische 80er Hard n' Heavy-Spirit mit unverfälschter Echtheitsattitüde in jeder Rille; einzig „Our Lady“ verpufft in blöder Endlosschleife, während "Doki No Sakura" auch etwas zu sehr konstruiert wirkt, was den Eindruck der vorzüglichen Scheiblette allerdings nur geringfügig schmälert,  womit am Ende immerhin gute 8 von10 Punkten für ein heißes auf lange züngelnder Flamme gekochtes Debüt zu Buche stehen. 8/10