• Home
  • Reviews & Interviews
  • CD-Reviews
  • U.G.F. (UNDERGROUND GROOVE FRONT) - Asebeia. Ataraxis

U.G.F. (UNDERGROUND GROOVE FRONT) - Asebeia. Ataraxis

11 ugf

VÖ: 25.11.16
(Deafground Records)

Style: Thrash Metal/Hardcore/Sludge

Homepage:
UGF

U.G.F. = UNDERGROUND GROOVE FRONT nennt sich dieses zur Zeit kräftig den Brachialsektor aufrüttelnde Quartett aus Oberösterreich, das mit „Asebeia.Ataraxis“ ein richtig krachende Scheibchen veröffentlicht, das weitaus mehr als nur geringfügig Aufmerksamkeit von der Prügel & Baller-Fraktion bekommen sollte, wobei die Jungs mit ihrem Zweitwerk ebenso locker bei der Sludgefraktion punkten dürften. Was auf dem 14-Trackling besonders hervorsticht, ist die professionell cruckvolle Kompaktproduktion, die dem fließend fetten ineinander übergehenden dynamischen Rhythmus- und Tempowechseln bestimmten Songmaterial hilfreich entgegen kommt.

Das österreichische Quartett erinnert mich bei schwerkalibrigen Zerstörern vom Format „Death Wish“, „Siege“ „Deny and Supress“, „The Taste of Rust“ oder „Unable“ mehr als einmal an ONE MAN ARMY & THE UNDEAD QUARTET, LEGION OF THE DAMNED, CROWBAR oder EYE HATE GOD, denen öfter mal eine deftig drückende Kante Sludge in Kombination zu geradlinig hardcore lastigen Tempoattacken hinzugefügt wurde. Der heißere tiefkehlige zwischen Deathgrowls und tieferem Thrashgebrüll pendelnde Gesang kommt unglaublich voluminös aus den Boxen. Das Material der 14 Tracks geht geradlinig brutal in die Vollen, dann wird geschickt das Tempo gebremst herausgenommen, phasenweise aufgelockert durch abnorm fett in den Hintern tretende Midtempogroovebrücken ehe sich gar ein deutlich vernehmbarer Hang zur Melodie offenbart bis abrupt das Tempo erneut angezogen und kompromisslos der Knüppel geschwungen wird. Wabernde Synthesizer-Teppiche oder minutenlang in die Länge sich ziehende Leadsoli gehören nicht ins Repertoire von U. G. F. „Past Recovery“ entpuppt sich sogar als kleines Melancholie-Zuckerstückchen, dem später mit „Aporia“ ein weiteres folgt. Gerade bei schleppend langsamen Parts werden Parallelen zu den für den Sludge-Sektor seit jeher unverzichtbaren CROWBAR und der trotz ansprechender, jedoch in den 80ern weitgehend unbeachtet gebliebener Alben hauptsächlich in den 90ern - ihrer goldenen Blütezeit - tonangebenden Groovemetal-Institution PANTERA deutlich, ohne das von einem Klon die Rede sein kann. U.G.F. sind einfach so, wie sie sind, scheren sich einen feuchten Dreck um irgendwelche Trends, zelebrieren ihr rotziges Hardcore-Thrash-Sludge-Gebräu mit einer sympathisch zwingend heftig derben Räudigkeit, die keine Gefangenen macht. Sprechpassagen werden als effektives Stilmittel zur Untermalung eingesetzt.

Fazit: Fette 8,5 von 10 Punkten sind für Asbeia. Ataraxis hochverdient. Anhänger von Kapellen der Liga ONE MAN ARMY & THE UNDEAD QUARTET/ LEGION OF THE DAMNED/ CROWBAR /EYE HATE GOD werden diese blutig rohe Schlachtplatte garantiert mögen. 8,5/10