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REVEL IN FLESH - Emissary Of All Plagues

12 revelinflaesh

VÖ: 02.12.2016
(Cyclone Empire Records)

Style: Death Metal

Homepage:
REVEL IN FLESH

Man unterstellt REVEL IN FLESH, dass sie das Schwedischste sind, was Deutschland zu bieten hat und das sehe ich als Kompliment für die Jungs aus Baden-Württemberg.
Der Intro Part des neuen Outputs hat noch leicht was von Melodie, doch wenn der Opener und Titeltrack dann erst mal in Fahrt kommt, gibt es kein Halten mehr. Das ist flotter, natürlich von Schweden beeinflusster Detah Metal, der geradlinig nach vorne prescht, sich aber nie davor scheut, auch mal angedeutete Melodien mit einfließen zu lassen. Wenn REVEL IN FLESH dann auch mal den Fuss vom Gas nehmen, werden die Melodien noch eingängiger und intensiver, doch der derbe Growl Gesang von Haubersson lässt dabei den Härtegrad weit oben stehen. Mit „Casket Ride“ kommt das Mid Tempo voll aus den Boxen geklatscht, die Klampfen klingen hymnisch, ja fast schon majestätisch und der tödliche Groove steckt sofort im Gehörgang fest und kickt wie die Sau. Die Double Bass Wand zu Beginn von „Fortress of Gloom“ ist massiv errichtet, die Riffs sägen dazu fett ohne Ende und dann kommt erneut diese im Mid Tempo angesiedelte Intensität, die auch mal eine Etage tiefer geht und sich fast als Doom / Death bezeichnen lässt, bevor neben dem harten Death auch die Melodien wieder gekonnt eingebaut wurden. Das folgende „Servants of the Deathkult“ ist geil mit Breaks und technischen Feinheiten durchzogen, doch oftmals ist das auch klassischer Death Metal mit einem herrlich geilen Drive. Die stimmigen Samples zu „Torture Throne“ stimmen mich perfekt auf diesen Song ein, der die totale Düsterness heraufbeschwört, ab und an mal diese starken Melodiebögen inmitten der grandiosen Härte hat und auch mal mit unbändiger Kraft in Geballer ausartet. So auch „The Dead Lives On“, das geht mit brutalem Geknüppel voll vor den Latz, um dann mit „schwedischem“ Up Tempo weiter volle Kanne Death Metal der besten Art zu zelebrieren. Der „Lord of Flesh“ stampft herrlich kraftvoll aus der Anlage, lässt aber auch mit seinem kompromisslosen Up Tempo Gebolze ein grandioses Beben aufkommen. Herrlich, wie wüst und ungezügelt „Sepulchral Passage“ los prügelt, um dann zwar ein klein wenig zu drosseln, aber trotzdem voll in Fahrt ist und auch neben der Härte auch leichte Melodien in sich birgt. Wenn REVEL IN FLESH mal bremsen, dann nur, um mit rollender Double Bass erneut eine Donnergrollen zu erzeugen, das dann in fast schon harmonische und sanfte Ebenen wechselt. „Dead to This World“ ist so ein weiteres Meisterwerk von genialem Songwriting, denn bollernde Double Bass, Melodiebögen, fette Riffs, derbe Growls, alles wird da zu einem gefährlich tödlichen Mix vermischt. Als Bonus gibt es noch „Doctor, Doctor“ obendrauf, ein Cover von UFO, das in der REVEL IN FLESH Version cool rüber kommt.
REVEL IN FLESH, das steht für Death Metal der Eliteliga und das neue Album ist ein Hammer vor dem Herrn, der ohne Wenn und Aber 9 vom 10 Punkten kriegt.