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TREES OF ETERNITY – Hour Of The Nightingale

12 treesofeternity

VÖ: 25.11.2016
(Svart Records)

Style: Melodic Dark Rock

Homepage:
TREES OF ETERITY

 

Unglaublich, das es sich bei diesem Silberdreher tatsächlich um ein Debüt handelt. Beim Hören fühle ich mich binnen weniger Minuten schwer an THE GATHERING zu Mandylion-Zeiten oder Combos wie ANATHEMA, OCTOBER TIDE, KATATONIA oder SWALLOW THE SUN bei derartig intensiv feinfühlig ausladenden Klangsilhouetten erinnert. Kein Wunder, schließlich besteht die Besetzung von TREES OF ETERNITY um die südafrikanische Sängerin Aleah Starbridge aus den bei OCTOBER TIDE tätigen Norrman-Brüdern Matthias (Bass) und Fredrik (Gitarre), SWALLOW THE SUN-Gitarrist Juha Raivio und WINTERSUN-Drummer Kai Hahto. Trotz aller Instrumentierung ragt am allermeisten der verträumt fesselnde verführerisch elfenhaft-glockenklare Gesang von Aleah Starbridge, deren zauberhaft schöne Stimmfärbung regelrecht sämtliche Sinne betörend Serien tief unter die Haut gehender Gefühle auslöst. Harte Gitarrenriffs an passender Stelle eingesetzt sorgen für wohltuenden Rockfaktor, während sanfte Akustikpassagen verbunden mit gesanglicher Klangästhetik als ausgleichender Gegenpol sorgen. Das gesamte Songmaterial auf diesem wunderschön angelegten Konzeptalbum angefangen von „My Requiem“ bis zur Neuneinhalb Minuten langen Düsterserenade „Gallow Bird“ setzt Gefühlsspektren frei, die sogar Eisberge zum Schmelzen bringen. Traurigerweise verstarb TREES OF ETERNITY- Sängerin Aleah Starbridge laut Berichten innerhalb dieses Jahres an Krebs, um in der Melodic Dark Rock-Welt eine Riesen Lücke zu hinterlassen, die so schnell nicht wieder zu füllen sein wird. - Rest in Peace, Aleah. Ob und wie es mit TREES OF ETERNITY weitergeht, steht allein in den Sternen...

Fazit: Meisterhaft feinfühliger Melodic Dark Rock, der sowohl frühe THEATRE OF TRAGEDY /THE GATHERING-Anhänger berührt als auch die ANATHEMA/OCTOBER TIDE/ KATATONIA - Fan-Riege mit hochwertig epischer Düster-Melancholik versorgt. Ein erlesenes Genrejuwel. 9/10