CRAVING - By The Storm

11 craving

VÖ: 16.12.2016
(Apostasy Records)

Style: Melodic Death Metal

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CRAVING

Das dritte Album der Oldenburger liegt nun nach einer kleinen Verzögerung nun endlich vor und das Intro „Fulgur Immortale“ ist ein bombastischer Hammer und würde zu „Game Of Thrones“ wie die Faust aufs Auge passen. Danach geht es dann mit „By Storm“ gleich satt weiter, hier paaren sich Melodic Death Metal mit Pagan artigem Spiel. Dazu wird in Sachen Abwechslung sehr viel geboten und auch in Sachen Gesang passt das hier. Kraftvoller Schlachthymnen Gesang, gesprochene Passagen und dann auch ein paar sanfte Passagen, das passt. Bei „Cave of a Dream“ kracht es mit voller Wucht, die Klampfen kommen mit starken Melodien, aber das Tempo ist nah am Vollgasbereich und geht nicht viel weiter runter wie ins Up Tempo. Das krasse Gegenteil ist dann der Beginn von „Penelope's Prayer“, wo uns sanfte Klavierklänge im Warmen wiegen, doch auch dann kloppen CRAVING wie wild drauf los und man wird förmlich geplättet. Aber auch hier kommen Pagan Elemente, heldenhafter Hymnen Parts und starke Melodien mit hinzu, die fett wirken. Auch nicht zimperlich ist „Spirits of the Dead“, hier werden oftmals Blastbeats geballert, die voll ins Schwarze treffen und ab und an schon ein Black Metal Feeling aufkommen lassen. In dem acht Minuten langen „Seven Steps to Darkness“ kracht es natürlich auch, aber was CRAVING hier an sich weit öffnenden Key Parts mit einbauen, ist stark, das harmoniert mit der Härte nahezu perfekt und auch die Breaks sitzen herrlich. „One with Darkness“ hält sich mit dem Speed etwas zurück und geht trotzdem geil ab, vor allem, wenn die Folk Parts aufkommen und dem Track so eine spezielle Würze verleihen. „Eyes of Winter“ bietet erst ruhige, akustische Gitarren, dann stampft es ein wenig, bis in ein heldenhaftes Epos entwickelt, das mit Feinheiten nur so verziert ist. Boah, knüppelt „The Stone“ drauf los, das ist, als würde eine MG Salve abgefeuert, geile Sache, doch dann wird abrupt abgebremst, um mal zu stampfen, bevor die Post wieder gnadenlos abgeht. Zwischen gnadenlos treibendem Metal und hymnischen Bombast Parts pendelt „Wenn der Wind sich dreht“ hin und her, ein Track, der live wohl aus allen Kehlen kommen dürfte. Ein flotter Mix aus Pagan / Death Metal mit starken Melodienbögen und heldenhaftem Gesang kommt mit „Wielder of Storms“ aus den Boxen geflogen, bei dem es nur eins gibt, Daumen hoch!! Bei „The Fountain of Memory“ kommen mir an manchen Stellen Blind Guardian in den Sinn, dann kloppen CRAVING erbarmungslos und haben aber immer die Melodien als roten Faden mit drin und wer nun nach den 12 Stücken und knapp 68 Minuten Laufzeit immer noch nicht satt ist, der sollte zum Digi Pack greifen, den da ist noch als Bonus das „Game Of Thrones“ Cover zwar ohne den klassischen Teil, dafür aber mit Gesang mit drauf, klasse gemacht.
CRAVING haben hier auf ganzer Linie überzeugt und das macht 9,3 von 10 Punkten, nur kommt es mir irgendwie so vor, als wäre das Album relativ leise aufgenommen.