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DISHARMONIC ORCHESTRA - Fear Of Angst

12 disharmonicorchestra

VÖ: 16.12.2016
(Eigenproduktion)

Style: Progressive Death Metal

Homepage:
DISHARMONIC ORCHESTRA

14 lange Jahre hat das Warten auf die Österreicher von DISHARMONIC ORCHESTRA gedauert, bis nun endlich der „Ahead“ Nachfolger da ist.
Aber, und das ist das geile an der Sache, verlernt haben die Jungs nichts, was gleich mit dem Titelstück eindrucksvoll bewiesen wird. Mit teils herrlich vertrackt progressiven Passagen vermischen die Österreicher ihre harte, treibende und mitunter auf groovende Gangart. Das verspielte „Flushing the Primary“ besticht vor allem durch den harten Gesang, durch die wummernden Bassläufe und durch eine potentiell hochwertige Kraft, die von dem Song versprüht wird. Mit massiven Riffs und einer deutlich gesteigerten Härte klingt „Innamorato“ griffiger. Auch wenn DISHARMONIC ORCHESTRA auch weiter ihre spitzen mäßige Technik unter Beweis stellen. Die „Aura“ lässt Erinnerungen an die frühen Ballertage erkennen, denn über weite Strecken wird hier flott drauf gedroschen, um dann in technischem Groove weitere Highlights zu setzen. Wenn es den Begriff Technical Metal gibt, dann wird der an die Österreicher verliehen, denn was die hier mit „Protone Radius“ vom Stapel lassen, ist großes Ohrenkino. Das Stück stampft fett aus den Boxen, ist vertrackt ohne Ende, die Vocals sind angepisster als zuvor und erneut wummert der Bass voll in den Magen. „The Venus Between Us“ hält den sehr hohen Standard und DISHARMONIC ORCHESTRA klingen teils abgespact, teils packend, aber vor allem hart. Mit einem dreckigen Drive ist „Rascal in Me“ ausgestattet, aber auch hier zählt das geile Songwriting, das immer wieder neues erkennen lässt, egal wie oft man den Track hört, es kommen immer wieder neue Feinheiten ans Tageslicht. In rotziger Death / Thrash Manier fegt „Flambition“ geradlinig nach vorne, der Bass lässt alles um sich herum beben und auch der vertrackte Groove darf hier in seiner geilen Art nicht fehlen. Das finale „Down to Earth“ ist eine eher schleppende Nummer, die durch ihr markantes Riffing lebt und erneut durch seine progressiven Auswüchse begeistert.
Ich habe zwar gehofft, dass DISHARMONIC ORCHESTRA mit einem guten Album zurück kommen werden, aber das mich das Material so dermaßen flasht, hätte ich nicht zu träumen gewagt und daher glasklare 9,4 von 10 Punkten für dieses Album ,das leider aber mit knapp 40 Minuten Spielzeit hätte etwas länger sein dürfen.