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THE NEW ROSES – One More For The Road

08 thenewroses

VÖ: 26.08.2017
(Napalm Records)

Style: Klassischer Hardrock mit kräftiger Portion Sleaze

Homepage:
THE NEW ROSES

Was die Wiesbadener Hardrock-Combo The New Roses anpackt, hat Hand und Fuß. Wussten bereits die Vorgängerscheiben „Without A Trace“ und 'Dead Man's Voice' der auf erdig eingängigen Hardrock getränkten Mannschaft zu überzeugen, hat sich am Erfolgsrezept grundlegend nichts geändert. Krachende Riffgewitter, fetzige Leadsoli, kraftvoll peitschendes Heavy Drumming mit viel Druck auf der Kelle und bärbeissig ehrlicher aus dem Bauch kommender Gesang bleiben auch weiterhin unverkennbare Markenzeichen einer Kapelle, denen sämtliche Trends völlig am Hintern vorbei gehen. Allein beim Einleitenden „Quarter To Twelve“ müssten TYKETTO-, QUIREBOYS-, MR. BIG-Fans bereits während des ersten krachenden Gitarrenriffs verbunden mit dem rauen Stimmvolumen von Timmy Rough feuchte Augen bekommen! Erfrischend von der Leber weg rockende Stampfer wie , „Dancing On a Razor Blade“, die fast etwas an eine härtere deutlich verbluest schrägere Ausgabe von 'The Boss' BRUCE SPRINGSTEEN“ erinnernde Offenbarung „Life Ain't Easy („For A Boy With Long Hair)“, „Every Wild Heart“ oder das von treibendem Rockflair umgebene „One More For The Road“ (dabei muss ich nicht nur wegen der sowohl bei gediegenen als auch rockigen Passagen stark vertretenen beschwingt vorgetragenen Blueselemente unweigerlich an die fast ähnlich titulierte 'One More From The Road' Scheibe der deutliche Spuren im Wüstensand hinterlassenden Südstaatenrock-Legende LYNYRD SKYNYRD denken !), stehen für geradlinig erdigen Hardrock alter Schule, der sich handwerklich auf grundsolidem Niveau einpendelnd, keinen Genrefan enttäuscht. Massig gemäßigt balladesk gestaltetes,den Vorbildern recht nahe kommendes Kuschelflair erzeugt „Fight You Leaving Me“. Drei sich dem übrigen Material qualitativ anschließende Bonus Tracks ( „“Do I Look Scared To You“, „The Storm“ und „Nitro Nights“) gibt’s als Zugabe oben drauf. Klassische Hard- und Sleazerockfans dürfen sich freuen. Damit kann die Ende September des Jahres 2017 startende bis in den Dezember hinein reichende Tour kommen. Wir dürfen also gespannt sein, wie THE NEW ROSES dank ihrer schmissigen Mischung aus kernig riffendem Hardrock einschließlich kantigem Asphalt-Cowboy-Odeur und rebellisch geprägter Sleazeattitüde die Konzertbühnen hierzulande erobern.

Fazit: Arschcooler Hardrock mit mächtig Schmackes im Flügel in Schnittmenge zwischen GUNS N' ROSES, MR. BIG, QUIREBOYS und TYKETTO plus geradling fettem Sleazeanstrich und sich öfters freifliegend heraus kristallisierendem Southern-Touch á lá LYNYRD SKYNYRD für hart gesottene Street-Rock n' Roller und draufgängerisch partywütige Mitternachts-Gespenster! 8/10