• Home
  • Reviews & Interviews
  • CD-Reviews
  • TERRIBLE OLD MAN – Fungi From Yuggoth

TERRIBLE OLD MAN – Fungi From Yuggoth

08 terribleoldman

VÖ: 25.08.2017
(MDD Records & Mailorder)

Style: Okkult Hardrock/Heavy Metal

Homepage:
TERRIBLE OLD MAN

Herbert West ehemals bei Kapellen wie TYRAN' PACE, STORMWITCH, POWERWOLF ABANDON aktiv, heute als Bandmitglied VAMPIROMORPHA/THE NEW BLACK aktiv, dürfte wohl der bekannteste Name in Reihen des literarisch-musikalischen Würzburger Quintetts TERRIBLE OLD MAN sein, deren 2015 erschienenes „Cosmic Poems“ Debüt vor zwei Jahren völlig an mir vorbeiging, warum, das wissen wohl nur die Geister. TERRIBLE OLD MAN stehen für klassischen Hardrock/Heavy Metal, den sie stilsicher mit manch ungewöhnlicher Komponente aufwerten, dabei selbst Ausflüge in den Progressive-Sektor wagend. Ging der Auftakt mit „The Book“ geradlinig inklusive leichtem Progreinschlag rockend nach vorne, wird „The Pursuit zur akkustischen Schrammelorgie, „The Key“ sucht sich seinen Weg mit sicheren Grooves aufgelockert durch leichten Hardcore-Thrashanteil ins Gehör, „Recognition“ hievt post modernen Hardrock und Alternative-Klängen gemeinsam auf's Podest. Der Rest des auf schaurige Themeninhalte von Horror/Fantasyautor H. P. Lovecraft zurückgreifenden Materials schließt sich erwähntem Eindruck locker an. „Homecoming“ rockt sich phasenweise mittels eingängiger Grooves direkt ins Herz, ehe verschachtelte progressive-Parts teils extreme Stil- und Tempowechsel nach sich ziehen, den Spielfluss ausbremsen, was bei derartig konzeptionell ausgerichteten Songstrukturen nicht unbedingt förderlich, eher hinderlich denn vorteilhaft bezüglich Songdienlichkeit ist. Spieltechnisch gesehen, lässt sich den Würzburgern so gut wie rein gar nichts vorwerfen. Was Material wie „Zamans Hill“ erst richtig sympathisch macht, sind abrupt herbe frontal in die vollen gehenden Thrashausbrüche zusammen mit dem wie die Faust auf's Auge passend ausgeprägt theatralischen Gesangsmuster. Dies gestaltet sich bei „The Port“ wiederum ganz anders, wo der Gesang höher ist, während „The Courtjard“ durch Breitwandriffs untermauert inklusive hohem Gesang exzessive Melodramatik beinhaltet. Fett abgemischt, dürfte das außergewöhnlich klassisch wie modern rockende Gebräu seine auf derartigen Sound stehende Anhängerschaft mit Ansage erreichen.

Fazit: 39 unterhaltsame Minuten breit gefächerten in mystischen Themeninhalten rührendem Hardrocks/Heavy Metals, über die man im Bedarfsfall streiten, sich köstlich amüsieren oder

heftig darauf abrocken kann, die das kreativ literarische Quintett weiter bringen könnten. Ein gelungenes okkult-metallisches Projektwerk mystisch-melodramatischen Inhalts. 7,5/10