ARCH ENEMY - Will To Power

09 archenemy

VÖ: 08.09.2017
(Century Media Records)

Style: Melodic Death Metal

Homepage:
ARCH ENEMY

Nach 2014 ist dies nun das zweite Album mit der neuen Rockröhre Alissa White-Gluz am Mikro der schwedischen Melo Death Metal Maschinerie und das herrliche Intro „Set Flame to the Night“ schürt schon sehr große Hoffnungen. Was dann in „The Race“ angeht, ist die wahre Pracht, hier gehen ARCH ENEMY mit dem Fuss auf dem Gas sofort nach vorne, die Riffs sind feurig ohne Ende und auch die Vocals von Alissa sind der Hammer. Neben der flotten Mucke kommt hier auch eine richtig dreckige Portion Kick Ass hinzu und nach den stampfenden Parts steht auch noch ein cooles Solo auf dem Programm. Danach bleibt „Blood in the Water“ meist im Mid Tempo hängen, kann aber mit seinen düsteren Abschnitten, die mit starken Melodien vermischt sind zu jedem Zeitpunkt überzeugen. Das ändert sich bei „The World Is Yours“ schlagartig, da rasseln die Double Bass, die Riffs sind eine gewaltige Spur heftiger, doch neben all der Härte wird immer wieder das Augenmerk auf die hervorragenden Melodien gelenkt und auch die ganz sanften Passagen passen perfekt in diesen Track. Mit süßlichen Elementen eröffnet „The Eagle Flies Alone“, das dann eine stampfende Metal Nummer wird, dazu wunderbare Melodien auspackt und dank der Vocals abermals eine gesunde Härte mit einbringt. Balladesk beginnt „Reason to Believe“, wo Alissa auch mal unter Beweis stellen kann, das sie mit klarem Gesang genau so stark ist wie mit ihren Growls, danach rockt das Stück fett wie Sau und hat dazwischen immer wieder ruhige Stellen zu bieten. In der „Murder Scene“ steht erst mal der Bass kurz im Vordergrund, dann gehen ARCH ENEMY wieder mit voller Wucht nach vorne, es treibt, es stampft, Solo wie gehabt ein Genuss für die Ohren und danach ist „First Day in Hell“ eine starker Mix aus drückenden und stampfenden Elementen, die einen leicht orientalischen Touch inne haben. Das instrumentale „Saturnine“ legt sich wie ein warmer Schatten in die Trackslist und dies setzt sich zu Beginn von „Dreams of Retribution“ auch so fort, doch das Stück ist vertrackt, wird mit super Melodien untermauert, hat geile, flotte Parts und treibt mitunter ungemein nach vorne. Das wird bei „My Shadow and I“ anders, denn hier regiert über weite Strecken die powernde Heavieness, die immer wieder von tragenden Melodien aufgepeppt wird. Am Ende steht mit „A Fight I Must Win“ eine hart stampfende Nummer, die aus dem Hintergrund wie auf epischen, bombastischen Schwingen getragen wird. Dann sind etwas mehr als 50 Minuten Laufzeit zu Ende und man kann ARCH ENEMY attestieren, dass sie hier eine absolut klasse Scheibe fabriziert haben, der locker 8,9 von 10 Punkten zustehen.