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MAGENTA HARVEST - ...And Then Came The Dust

09 magenta

VÖ: bereits erschienen
(Apostasy Records)

Style: Death Metal

Homepage:
MAGENTA HARVEST

Mit neuem Label im Rücken sind MAGENTA HARVEST aus Finnland nun mit ihrem zweiten Album da und da wird im Opener „Flock of Reckoning“ nach dem Intro Part richtig geiler Death Metal zelebriert. Das Tempo bleibt dabei überwiegend hoch, doch wenn die Finnen dann mal den Fuß vom Gas nehmen, drückt es nicht nur wie wahnsinnig, sondern auch die Double Bass donnern ohne Gnade. Bei „The Murderous Breed“ wird es sogar noch deftiger und auch hier ist der Beginn etwas verhalten, doch dann kommt ein umwerfender Knüppelpart, nach dem MAGENTA HARVEST erst mal ins Mid Tempo zurückschalten und wieder fett drücken, um dann im Up Tempo zu ackern, was dann erneut zu starkem Geballer mutiert, um darauf sogar etwas düster zu wirken. Mit einem tonnenschweren Walzen stampft „When Your World Turns to Glass“ los und es wird nur ab und an mal knackig flott, dennoch schafft es der Track locker mit seiner Power, seinen Double Bass und seinen technischen Finessen weit mehr als nur zu gefallen. Aus der anfänglichen Zurückhaltung wird bei „An Abode of Ashes“ dann der Knüppel aus dem Sack gelassen und die Finnen prügeln alles nieder, bevor erneut eine tödlicher Drive mit viel Double Bass regiert. Dazu gesellen sich auch sehr gute Melodiebögen, um aus denen mit wilder Ballerei am Ende noch mal auszubrechen. So kann „The Search for the Higher Water“ mit seinem Mix aus Raserei und tödlicher Mid Tempo Power voll punkten, gerade weil auch die Vocals teils sehr angepisst und aggressiv wirken, die technischen Feinheiten sehr gut eingebaut sind und auch leichte Melodien stark in dem Song wirken. „Signs of Death“ beginnt als Blast Orgie, treibt sich danach immer wieder im Mid bis Up Tempo Death herum und lässt sogar einen Hauch Thrash mit einfließen. Das Titelstück besticht vor allem durch seine Verspieltheit und seine Atmosphäre, während „A Terminal Hymn to Cold“ herrlich nach vorne galoppiert, hier und da mal das Geprügel regieren darf und auch die melodischen Einschübe super rüber kommen. Ein Mitfavorit auf das beste Stück der Scheibe ist „A Terminal Hymn to Cold“, das schon extrem schleppend beginnt, dann urplötzlich in brutale Raserei ausbricht und auch die Grenze zwischen Death und Thrash schon mal verwaschen wirken lässt. Dann wabert zudem aus dem Hintergrund eine geile, unheilvolle Atmosphäre und mit den Double Bass dann die Power wieder voll anzuziehen.
MAGENTA HARVEST haben hier ein sehr starkes und intensives sowie abwechslungsreiches Album erschaffen, das sich locker 8,7 von 10 Punkten verdient.