BELPHEGOR - Totenritual

09 belphegor

VÖ: 15.09.2017
(Nuclear Blast Records)

Style: Death / Black Metal

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BELPHEGOR

Die drei Jahre Warten auf das elfte BELPHEGOR Album haben sich wie eine Ewigkeit angefühlt, doch nun schlägt Mastermind Helmuth wieder erbarmungslos zu und ist dabei sowohl extrem rasend als auch facettenreich unterwegs.
Der Opener „Baphomet“ zeigt dies schon in aller Deutlichkeit, da wird mit massiv bollernden Breaks, Double Bass und Mix aus Death und Black für Furore gesorgt, aber für mich ist die erbarmungslose Raserei auch ein Punkt, an dem sich bei BELPHEGOR so mancher eine Scheibe abschneiden kann. So auch bei „The Devil's Son“, nach einem kurzen Sample wird in Blast Manier kurzer Prozess gemacht, erneut werden phantastische Breaks eingebaut, der Gesang von Helmuth vereint Screams und Growls zu einer bedrohenden Einheit und erneut wird mit Double Bass Attacke ein Grollen der besonderen Art veranstaltet. Mit so einem Sample wie zu Beginn von „Swinefever - Regent of Pigs“ wird mal gleich diabolische Stimmung verbreitet und das Prügeln wird erst nur angedeutet, es wechselt sich dann aber zunehmends mit den Up Tempo Parts ab und so haben wir hier einen Track, der voller Intensität und Aggression gepackt ist. Das darauf folgende „Apophis - Black Dragon“ ist genau so ein Hammer, da wird aus Up Tempo hoch in Blast Ebenen gepusht, doch plötzlich geht es ganz weit runter mit dem Speed und es ist dank der Glockenschläge auch noch herrlich düster, doch danach forcieren BELPHEGOR das Tempo auf geniale Art wieder nach oben und es kracht hier gewaltig im Gebälk. In „Totenkult - Exegesis of Deterioration“ wird es dann schon wieder anders, hohes Tempo und bösartiges Mid Tempo geben sich hier die Klinke in die Hand und auch wenn man noch geballert wird bis zum Umfallen, sind BEPHEGOR in Sachen Härte eine Macht, die ihresgleichen sucht. Der instrumentale „Totenbeschwörer“ ist gut, kann mich aber nicht so ganz mitnehmen, was „Spell of Reflection“ aber sofort wieder gelingt. Hier dauert es nicht lange, bis BELPHEGOR in Sachen Speed wieder ganz oben sind, um dann in düster dämonische Kriecherei überzugehen, die neben ein paar Melodiebögen auch ein geiles Solo beinhaltet, wonach der Knüppel erneut aus dem Sack gelassen wird. Der Anfang von „Embracing a Star“ gestaltet sich fast schon wie bei einem Ritual, das mit grandiosen Breaks ausgestattet ist, doch dann wird geballert und ich bin einfach hin und weg, wie das hier abgeht. Genau wie danach bei dem Titeltrack, der fegt wie der Teufel und lässt gegen Ende dann etwas die Luft heraus.
BELPHEGOR haben in Sachen Sound, Musik und Artwork einen Hammer raus gebracht, sind einfach unverwechselbar und so dermaßen stark, dass hier aber 9,666 Punkte auf das Konto der Österreicher kommen.