• Home
  • Reviews & Interviews
  • CD-Reviews
  • QUAYDE LAHÜE - Day Of The Opressor

QUAYDE LAHÜE - Day Of The Opressor

09 quayde

VÖ: bereits erschienen
(high Roller Records)

Style: 70er Hardrock/80er-NWOBHM

Homepage:
QUAYDE LAHÜE
QUAYDE LAHÜE? Komischer Name, so kauzig wie die herrlich schräg nach einer Kreuzung Rhythmus und Beat orientiertem 70er-Jahre Hardrock und kantigen Früh-80er-N.W.O.B.H.M.-Wurzeln klingende Mischung auf 'Day Of The Opressor'. Sinnvollerweise wurden die Quayde Lahüe- und Day Of The Opressor'-EP aus den Jahren 2016-17 zu einer Gesamtcollection aller elf Songs zusammengefasst. Mehr als einmal erinnert der Elf-Song-Cocktail von QUAYDE LAHÜE an urigere Kanten von NWOBHM-Urgesteinen wie QUARTZ. CHRISTIAN MISTRESS-Parallelen sind zeitweilig vorhanden, Querverweise zum SLINGBLADE 'The Unpredicted Deeds...' Debüt scheinen ebenfalls durch. Des Weiteren kristallisieren sich deutliche GIRLSCHOOL-Einflüsse bei Nummern wie „Love Wins“ oder „Conquest“ heraus. „Nightmare“ offenbart vermehrt Orgelklänge, womit nebenbei klar gestellt wäre, das es ohne passend im Orgelstil untermaltes Flair nicht dauerhaft geht, ansonsten regiert überwiegend eine sich auf klassische Hardrockelemente stützende Instrumentierung, will heißen Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang. Unverzichtbar erweist sich die  raue im Stil alter Vinyl-LP's gehaltene Produktion wodurch das warme Timbre sich fein entfalten kann. „I am Unworthy“ kommt im Stampf-Takt hingegen überraschend  einer Verschmelzung spritziger THE RUNAWAYS Momente gekoppelt mit SUZI QUATRO-Untertönen gleich. Wieviel Energie das Quintett um Sängerin Jenna Fitton in diese Aufnahmen steckte, wird schon am grundlegenden Taktschema unterstützt durch eine gar manch schiefen Ton verzeihenden Produktion ersichtlich, chillige Drumbeats, abwechslungsreich virtuos erdig im nostalgischen Rockmodus dröhnende Gitarrengrooves, theatralischer zwischen heißerer, verruchter (teils räudiger) und klarer Tonlage pendelnder Gesang verbunden mit soviel beschwingtem Bluesboogie-Touch das man locker mit dem Finger zum Takt wippt, legen ein verstärkt hieb- und stichfestes Fundament rhythmusorientierten Rocks, worauf sich künftig bauen lässt.
Ergo: Wer CHRISTIAN MISTRESS mag, darüber hinaus auch GIRLSCHOOL/THE RUNAWAYS zu seinen Faves zählt, wird QUAYDE LAHÜE garantiert lieben! 8/10