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CRADLE OF FILTH - Cryptoriana - The Seductiveness of Decay

09 cradleoffilth

VÖ: bereits erschienen
(Nuclear Blast Records)

Style: Symphonic Black Metal

Homepage:
CRADLE OF FILTH
Von den Briten um Frontmann Dani Filth bin ich bisher immer nur sehr gute und atmosphärische Black Metal Platten gewohnt und so war ich im Vorfeld schon sicher, dass mich CRADLE OF FILTH auch 2017 nicht enttäuschen werden. „Exquisite Torments Await...“ macht den Anfang und da ist der orchestrale und bombastische Anteil schon superb, Dani's Screams sind immer noch ein wahrer Genuss für mich und in Sachen Tempo wird hier schon gleich zu Beginn viel geboten. Danach regieren erst mal ein paar melodische Parts, die Screams sind weiter feurig ohne Ende und dann wird auch der Speed angezogen, um sich dann mit diesen wahrhaft meisterhaften, bombastischen Sphären zu vereinen. Der chorale Background ist spitze und kommt bei der gnadenlosen Prügelei auch genial rüber. Düster und mystisch eröffnet „Achingly Beautiful“, das dann mit einem spitzen Scream und Raserei fortgesetzt wird. Dazu gesellen sich sehr starke, weibliche Vovals und der Mittelpart ist dann wieder wahnsinnig bombastisch und mystisch angelegt. Auch das folgende „Wester Vespertine“ ist ein grandioser Mix aus epischen und hymnischen Parts als auch Raserei und das ist genau das, was CRADLE OF FILTH schon all die Jahre einzigartig gemacht hat. Das Titelstück ist in Sachen Tempo ein Paradebeispiel für phantastische Tempo Wechsel, das Solo sägt herrlich krass und auch das düstere Spiel ist so intensiv, dass man sich in der Welt von CRADLE OF FILTH super aufgehoben fühlt. In „Vengeful Spirit“ geht es oftmals auch recht ruhig zu, aber immer wieder kommen diese herrlich aggressiven Ausbrüche, das Solo ist erneut ein Genuss und der megamäßige Bombast ist einfach herrlich. Super finde ich auch „You Will Know the Lion by His Claw“, das neben dem wabernden Key Teppich auch oftmals rast wie verrückt, die Breaks punktgenau sitzen und auch die Atmosphäre griffig ankommt. Am Ende ist „Death and the Maiden“ erneut anfangs sehr düster, die Riffs und das Tempo sind drückend, während Dani mit seinen klaren Vocals auch sehr mysteriös wirkt. Dieser finale Track ist so voller Atmosphäre und packend wie auch der Rest des Albums. CRADLE OF FILTH sind für mich weiter eine macht und daher sind das auch 9,1 von 10 Punkten.