DARK AGE - Dark Age

09 darkage

VÖ: bereits erschienen
(No Remorse Records)

Style: Heavy / Power Metal

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DARK AGE

Moment mal, kennste doch... denk' ich mir gleich beim Hören von Track 1 „Metal Axe“ sowie direktem Blick auf's Frontcover... - extrem kultiges Teil. Ich ertappe mich unweigerlich dabei, hier werden Erinnerungen wach... Einziges Lebenszeichen der  1984 mit ihrer gleichnamigen DARK AGE-EP debütierenden Amis. LIEGE LORD, OMEN, TYRANT (US), frühe WARLORD zur „Deliver US/And The Cannons...“-Ära) oder GRIFFIN-Fans müssen bei Erwähnung dieses sträflich unterbewerteten vom griechischen NO REMORSE-Records-Label wieder neu aufgelegten Genre-Juwel feuchte Augen bekommen. Eine Nummer hervorzuheben erübrigt sich ganz von selbst. DARK AGE haben im Endeffekt alles richtig gemacht, blieben allerdings nur eine recht kurzlebige Formation, um eine viel größere Rolle im Genre zu spielen.  Es ist wohl als ein Symbol der Tragik zu werten, das DARK AGE viel zu schnell  und früh das Handtuch warfen. Selbst 33 Jahre nach dessen Erscheinen hat dieses zeitlose sowohl auf Epik, fesselnde Mystik und verträumten Folklore fußende  US-Metal-Underground-Meisterwerk nichts von seiner Durchschlagskraft verloren.  Inhaltlich weiß der auf Höhe von US-Kollegenschaft Marke OMEN, LIEGE LORD TYRANT US liegende von deutlicher Euro-Metalschlagseite mit Blick in Richtung IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST oder MERCYFUL FATE durchsetzte mittels heroischer Gesangstrukturen veredelte US-Metal auf ganzer Linie zu überzeugen. Neben der herausragenden Gitarrenarbeit, saftig punktgenauem Powerdrumming, galoppierender Gitarrenriffdynamik, rasanter Bassläufe sowie packenden Rhythmus-Tempowechsel-Variationen, ist es dem hochgradig facettenreich vielseitig über allen Stücken thronenden nahezu abnorm theatralische Frequenzen, die nur Rob Halford oder King Diamond so traumhaft sicher bewältigten als auch sanft, melancholische aggressiv garstige Töne problemlos meisternden Gesangsstil von Robert Stevens flexibler Stimmbandästhetik zu verdanken, das DARK AGE trotz lediglich nur einer EP (!) sowie ihrem (Tales of Medusa)-Beitrag auf dem erschienenen Mythological Metal Monsters Vol. 1994-Sampler auch gegenwärtig nicht in Vergessenheit geraten.  Der hinzugefügte Bonustrack „Dark Age“ bereichert das Gesamtbild zusätzlich.
Ergo: Besonderer Dank gilt NO REMORSE RECORDS für diese längst überfällige Neuauflage eines edlen US-(Power)Metal-Kleinods, das nicht einmal die kleinste Unze an Esprit verloren hat. - Essentiell zeitlose Stahlschmiedekunst für LIEGE LORD, OMEN, GRIFFIN-, TYRANT US-Fans, die auch dreiunddreißig Jahre später mühelos verdientermaßen eine Bewertung in höchsten Regionen rechtfertigt! 9,5/10