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UNCLE ACID AND THE DEADBEATS – Vol. 1

10 uncle

VÖ: bereits erschienen
(Rise Above Records)

Style: Psychedelic/Doom-(Hard)Rock

Homepage:
UNCLE ACID AND THE DEADBEATS

Neu überarbeitet kommt das UNCLE ACID AND THE DEADBEATS-Debüt auf den Tisch. Der ausgeglichenere Sound passt sich dem ungeschliffen rohen Flair bestens  an. Obwohl das Keyboard ruhig etwas kraftvoller abgemischt sein dürfte, steuerte auch das Tasteninstrument wichtige Parts zu einem gelungenen Erstling bei. KEVIN STARRS' gebrochener zeitweise schwächelnder Gesang erweist sich nicht wie man zunächst meinen möchte, immer als Nachteil, - im Gegenteil, dadurch bekommt  das Material sogar einen recht unorthodox eigenen Stil, - Pingelige Soundfetischisten  werden's wahrscheinlich aus einem anderen weitaus kritischeren Blickwinkel sehen.  Immerhin besaß Bandmentor KEVIN STARRS noch während sich UNCLE ACID AND THE DEADBEATS in den Kinderschuhen befanden, ein goldenes Händchen für lockere, effektiv im Gedächtnis haften bleibende Melodien verbunden mit kernig raumgreifenden Groovelines, was u. a. bei „Crystal Spiders“,„Dead Eyes of London“, „Vampire Circus“ oder dem charismatischen „Wind Up Toys“ zur Geltung kommt.
Das herrlich räudige Schrammelbratgitarrenfeeling vom Original blieb erhalten, hilprige Stellen wurden gekonnt ausgeglichen, was einen großen Pluspunkt dieser Tonkonserve darstellt, an der kein UNCLE ACID-Fan vorbeikommt. Was auf diesem 2010 veröffentlichten Debüt auffällt, ist der zeitweise mal mehr mal weniger stark wechselhaft zwischen HAWKWIND'scher Spacelastigkeit, trauernden THE DOORS und urigem BLACK SABBATH-Gedröhn schwadronierende Sound, ehe die Band später zunehmend mehr trotz derartiger Einflüsse stärker zu ihrem eigenen Stil fand. Überhaupt zeigt sich der herrlich raue Gitarrensound „Witches Garden“, „Dead Eyes of London“ oder „Vampire Circus“ von seiner besten Seite, wodurch psychedelische Horroranteile in der finsteren Gruselthematik fabelhaft effektiv zur Geltung kommen.
Zwar ist dieses kantige Debüt alles andere als ausgereift, doch soviel ungeschliffen rohes Feeling macht es gerade zu einem echten Muss für U.A.T.D.-Anhänger/innen da es bereits mehr als nur andeutete, wozu die talentierte Band fähig sein würde; - Begabungen, die in den Folgejahren erheblich verfeinert wurden. Auch wenn die Erstauflage schon einige Jahre auf dem Buckel hat, reicht es für respektable 7,5 von 10 Punkten, womit die frisch überarbeitete Version natürlich durchaus lohnt. 7,5/10