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SORCERER - The Crowning Of The Fire King

10 sorcerer

VÖ: bereits erschienen
(Metal Blade Records)

Style: Epic Doom Metal

Homepage:
SORCERER

SORCERER – der Name bürgt für Qualität, dachte ich mir zunächst, dabei nur zu prägnant das zu meinen Alltime-Faves bezüglich Doom gehörende Hammeralbum 'In The Shadow of the Inverted Cross“ mit unschlagbarem Hymnenfaktor im Gedächtnis.  Wir schreiben Oktober 2017. SORCERER legen prompt den nächsten Epic Doom-Kracher nach, der mindestens auf Augenhöhe zu seinem superben Vorgänger liegt, diesen vielleicht sogar noch übertrifft. 'The Crowning Of The Fire King' präsentiert sich als mutiger Schritt für die Band, erlaubt verstärkt Ausflüge in den klassischen Traditions-Heavy-Metal-Sektor. Während des kompletten Durchlaufs steht außer Frage, das auch 'The Crowning Of The Fire King' unweigerlich die Handschrift der Schweden SORCERER trägt, ohne das epische Doomterrain zu verlassen. Irgendwo zwischen CANDLEMASS, BELOW sowie DIO/BLACK SABBATH (zur Tony Martin-Ära) wandeln SORCERER auf exzellent hohem Qualitätslevel. Neben dem sofort zündenden im Stampfmodus schreitenden 'Sirens', sind es zentnerschwere  von geheimnisvoll feinfühligem Pathos veredelte schrittweise Spannungsfäden bis zum Erreichen des Höhepunktes webend, deren Handlungsstränge in einen Fluss gebündelter Melancholieströme ergießen, aufzubauen. Slo-Mo-Walzen vom Format „Ship of Doom“, „The Devils Incubus“ (inklusive kraftvoller Männerchoräle) oder „Crimson Cross“, die 'The Crowning Of The Fire King' zu einem unverzichtbaren Muss für Epic-Doomlunatics machen. Anders Engberg zieht alle Register seines Könnens – er zelebriert jede Note sei sie noch so klein mit einer Leidenschaft, die regelrecht ansteckt; soviel fesselndes Stimmvolumen sucht seinesgleichen vergeblich.  Geist, Herz und Seele leiden intensiv gefühlvoll bei jeder Silbe des charismatischen Sangesvirtuosen mit. Im gedehnten fast neunzehn minütigen Doppelpack (!) „The Crowning Of The Fire King“/„Unbearable Sorrow“ lassen die Schweden die Mythen-Reise würdig ausklingen. SORCERER haben es wieder geschafft - acht Mal exzessiv kribbelnde Gänsepelle zu erzeugen. Mächtig, doomig, hart, regelrecht überquellend vor herausragenden Melodien und Refrains. Von einem solchen Album können zahlreich überflüssige Tralala-Metal-Combos, denen es häufig an Klasse fehlt, gelinde ausgedrückt generell nur träumen. - Mein ultimatives Jahres-Highlight!
Fazit: SORCERER sind zurück – epischer, mutiger, fesselnder, brillianter als je zuvor! 9,5/10