WITCHERY - I Am Legion

11 witchery

VÖ: 10.11.2017
(Century Media Records)

Style: Blackened Thrash / Speed Metal

Homepage:
WITCHERY

Die Schweden legen hier bereits Album Nummer sieben vor und den Anfang macht das instrumentale „Legion“, das mit seinem Riffing eine gewisse Slayer Nähe aufkommen lässt. Danach klingt es bei „True North“ wie in einem starken Horror Film, bevor die Herren mit mächtig Druck stampfen und es sich echt nordisch anhört. Das folgende „Welcome, Night“ könnte man am besten als Death 'n' Roll mit tonnenweise Breaks bezeichnen, während „Of Blackened Wing“ anfangs eine zähe Masse ist, die ab und an mal in speedig thrashige Ebenen übergeht. Auch wenn „Dry Bones“ nicht schnell gespielt ist, kommt sein bedrohlicher Charakter doch zum Tragen und dann wird es bei „Amun-Ra“ dreckig, schnell und rotzig wüst. Die Nummer kickt stark und wenn dann der Break kommt, wird das Tempo raus genommen und bösartige Power versprüht. Oftmals rollen die Double Bass bei „Seraphic Terror“, dann wird flott der Mittelfinger in dreckiger manier ausgestreckt und das geile Solo zersägt einem den Gehörgang. Mit dieser Nummer sind WITCHERY bei mir genau an der richtigen Adresse und punkten damit ungemein. „A Faustian Deal“ ist dann wieder so ein harscher Stampfer, der seine Wut raus lässt und auch „An Unexpected Guest“ kommt vor allem durch seine wüste Mid Tempo Ader zum Tragen. „Great Northern Plague“ ist ein monumentaler, bombastischer Zwischenspieler, dem „The Alchemist“ und wo es von Anfang an rasend zur Sache geht und nur im Mittelpart mal kurz das Gas raus genommen wird.
Auf der einen Seite wunder es dann aber schon, warum die Schweden nach noch nicht einmal einem Jahr ein neues Album am Start haben, auf der anderen Seite macht es mächtig Laune, der Scheibe zu lauschen und dafür gibt es auch 8 von 10 Punkten.