BELLGRAVE - Evil Mood


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VÖ: bereits erschienen
(Twilight)

Homepage:
www.bellgrave.de

Zum dritten Mal tritt die Berliner Combo von BELLGRAVE Ärsche, da trifft der Begriff Death´n´Roll auf dem Beipackzettel den Nagel auf den Kopf. Nach dem noch ruhigen Intro "Harmony of Life and Death" kommt mit "Last Gunmen" gleich so ein Tritt in den Arsch, wo vor allem die Riffs von Alex und Ulf für eine ordentliche Portion Groove sorgen, die vorstechenden Bassparts von Rico aber auch für den passenden Rotzfaktor sorgen. Die tiefen Vocals von Danny erinnern dazu ein wenig an Entombed oder auch Gorefest, was als sehr positiv gewertet werden soll. Der Titeltrack schlägt dann auch logischerweise in die selbe Kerbe, mächtiger Death´n´Roll mit gehörigem Schub weiß locker zu gefallen. In "All The Little Intrigues" kommen sogar leicht punkige Attitüden dazu, die der Power der Band verdammt gut zu Gesicht stehen. Auch rockt "Nothing in Between" richtig klasse ab, doch die melancholischen Parts und die teils drückende Atmosphäre sorgen für reichlich Abwechslung. Und auch die "Black Soul" ist ein Song, der im Gegensatz zum Rest echt zäh, derb und schleppend durchs Gebälk zieht. Mehr Groove, fast schon so dreckig wie Lemmy ist in "Ode To Forgotten Days" zu hören, stark, wie die Gitarren hier schieben ohne Ende. Was dann danach noch kommt ist zwar auch immer noch sehr gut, aber leider lassen BELLGRAVE gegen Ende etwas nach, machmal plätschern die Songs nur so vor sich hin, ohne einen Höhepunkt zu setzen, auf der anderen Seite rotzen sie trotz alledem noch immer gut ab und wenn dann die Trompeten zum Einsatz kommen, wird man wieder hellwach. Mit BELLGRAVE haben wir eine Death´n´Roll Band am Start, die durchaus zu gefallen weiß, aber so dreckig wie zum Beispiel die V8Wankers sind sie (noch) nicht, das wird aber mit Sicherheit noch kommen.