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VANISHING POINT - In Thought (Re-Release)


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VÖ: 24.03.2006
(Docyard1)

Homepage:
www.vanishing-point.com.au

Für mich machen Re-Releases selten Sinn und haben meistens den bitteren Beigeschmack von Abzocke. Nicht so im Fall von Vanishing Point. Was oder wen will eine nahezu unbekannte Band abzocken? Als das längst vergriffene „In Thought“ 1997 auf dem Kleinstlabel Angular Records ins Rennen geschickt wurde, ahnte noch niemand, dass die Jungs aus Down Under hiermit auch in Europa schon für ein erstes Aufhorchen sorgen würden. Das erste von jetzt drei Studioalben sollte auch aus diesem Gesichtspunkt nur als Ergänzung zum noch aktuellen und wirklich gelungenen Longplayer „Embrace the Silence“ gesehen werden. Stilistisch schon damals am Progmetal bzw. melodischen Progrock ausgerichtet, ging das Quintett sehr abwechslungsreich zu Werke. Klingt der Opener “The only one“ doch sehr nach Queensryche zur Mark I Phase, richtet sich  „Forgotten self“ rein musikalisch gesehen etwas an Fates Warning aus. Ruhiger und melancholischer geht es bei dem Bandnamen gebenden Song „Vanishing Point“ zu, der doch stark an die landsmännischen Pop/Rock Ikonen Icehouse erinnert. Frontmann Silvio Massaro setzt im Gesamten die klasse auf ihn zugeschnittenen, teils Effekt beladenen, Gesangslinien super um und harmoniert mit seinen Mitmusikern perfekt. Viel Wert wird u. a. auf abwechslungsreiche Gitarrenparts ohne Gefrickel und wechselnde Melodiebögen gelegt. Keyboardsounds sind zwar platziert, aber nie vordergründig eingesetzt. Remixt und remastert wartet im Gegensatz zum Original das Re-Release mit dem BonusTrack „Inner Peace“ vom 2. Album „Tangled in Dream“, sowie den Videos zu „The only one“ und „Forgotten self“ auf und sollte so nicht ungeachtet an einem vorüber gehen.

Anpieltipps:
The Only One
Vanishing Point
Company of Darkness