CYPECORE - Take The Consequence


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VÖ: 03.12.10
(Twilight)

Homepage:
www.cypecore.de

Die Sinsheimer / Heidelberger CYPECORE haben nach ihrem Debüt einen guten Eindruck hinterlassen und auch beim neuen Album wird nicht lange gefackelt, der Vergleich zu Fear Factory ist zwar immer noch leicht zu erkennen, aber die Band kommt ihrem eigenen Erkennungswert immer näher.
So kommt nach dem abgespacten und richtig modern klingenden Intro mit "Values Of Life" eine Death Metal Nummer hin, die an Skandinavische Bands erinnert, doch CYPECORE haben das Händchen dafür, mit modernen Keys/Sample Einschüben hier eine dicht gestrickte Atmosphäre zu verbreiten. So auch "Lie Of Redemption", da machen die Riffs starke Melodien, die Drums donnern dazu in gewaltiger Härte, Sänger Attila Erdélyi growlt dazu richtig gut und so haben wir einen Mix aus Härte und Moderne. In "The Balance" wissen die Jungs vor allem durch ihre Abwechslung zu bestechen, treibender und melodischer Death, der sich mit akustischen Parts vermischt und dadurch auch einen Hauch Melancholie aufkommt. In "Plague" werden CYPECORE etwas Core lastig, aber zum Glück hält sich diese Ausrichtung doch noch im Rahmen, während "The Moment Of Impact" eine ganze Spur düsterer klingt, was nicht nur allein am Flüster Gesang liegt, sondern auch an den akustischen Klampfen, die im Rücken der harten Riffs ihre Wirkung nicht verfehlen. Ziemlich vertrackt, aber auch melodisch und mitunter auch recht flott kommt "Coma Vigil" aus den Boxen, während "Sick Sad Little World" wieder mehr auf modernes Gefrickel mit melancholischen Parts ausgelegt ist. Dafür hat "Torn Apart" mehr melodischen Groove und Härte der skandinavischen Schule an Bord, vor allem rollen hier wieder fett die Double Bass, während sich "Feel The Ground" wieder mehr verspielt präsentiert. Einen mächtigen Power Schub kriegen wir mit "...And The Sun Will Never Rise Again" präsentiert, der mit seinem fetten Groove und starken Melodien besticht. Nach dem Outro spürt man erst, welch einen teils beklemmenden Touch die Scheibe hat und muss sich erst mal sortieren, also mir gefällt das Album, auch wenn mir doch ein oder zwei Songs etwas zu gleichförmig klingen, aber im Großen und Ganzen nach dem Debüt eine deutliche Steigerung, so kann es ruhig weitergehen.