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CALM HATCHERY - Sacrilege of Humanity


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VÖ: 20.12.10
(Selmadegod Records)

Homepage:
www.myspace.com/calmhatchery

Nachdem die Polen bei ihrem Debüt vor vier Jahren noch vor "El Alamein" waren, donnern sie jetzt dem Cover nach zu urteilen ihr brutales Todesblei aus Ägypten. Nach dem Intro "Rattlesnake's Dream", das auch so ein bißchen Pharaonen mäßig klingt, geben uns CALM HATCHERY die volle Breitseite aus brutalem Death, wir werden mit "See Of Truth" von Drummer Radoslaw Szczepañski mit Blast Attacken anfangs total übersaäht, doch dann wird es bei den Riffs von Panzerhauser und Zombie und dem Drumming technisch, als hätte man Necrophagist oder Nile vor sich. Was aber den Reiz der Polen ausmacht ist die ordentlichen Portion Geprügel, das immer wieder kurz aufblitzt. Fette Double Bass und fast schon Grind artige Salven fallen in "Messerschmitt" über uns her, Sänger Szczepan gibt da mit seinem derben Organ nur noch das I-Tüpfelchen oben drauf, das eine grandiose Death Metal Scheibe abrundet. Ob sich im Laufe der Scheibe was ändert ?, ne, zu Glück nix, auch mit "We Are the Universe" wird brutal geholzt bis zum Abwinken, jedoch nicht einfach nur stumpf eine Hau drauf Nummer, sonder mit feinen Breaks und Riffs durchzogen. Eine pure Blast/Grind Attacke stellt sich mit "Mirror Giants" vor, die zwischendurch schon mal fast thrashige Riffs auffährt, dann aber wieder volles Rohr ballert. Zwar mit rollender Double Bass, aber im Speed schon fast brav kommt "Hymn of the Forgotten", die sich dann aber in der Brutalität steigert wie die Sau, während "Them" erst gar nicht langsam macht, sondern sofort und flott auf den Punkt kommt, Death pur kann man da nur sagen. Man wiegt sich schon fast in Sicherheit, doch dann kommt "Lost in the Sands" auch in vernichtender Form auf einen zu, Geballer bis zur Ekstase, aber auch die stampfenden und drückenden Passagen sind völlig fett und wenn man schon am zerstören ist, dann ist "Those Who Were" gerade an der richtigen Stelle, High Speed mit raffinierten Breaks und sogar melodischen Riffs sorgt hier für Brutalo Feeling. Wieder donnern die Double Bass in Artillerie Manier bei "Shine for the Chosen One" und am Ende kommt noch mit "The Blood of Stalingrad" eine kriegerische Nummer, wo die Drums in Marsch Manier beginnen, dann rollend Sperrfeuer speien und so das Stück in seiner puren Roheit und Härte präsentieren. Ich muss gestehen, dass ich bei den Polen eine billige Vader / Behemoth Kopie wie so oft erwartet habe, aber was CALM HATCHERY hier abliefern, ist eines der besten Brutal Death Alben des Jahres, ich habe nicht damit gerechnet, so weg geblasen zu werden.