• Home
  • Reviews & Interviews
  • CD-Reviews
  • BAL-SAGOTH - The Power Cosmic, Atlantis Ascendant, Chthonic Chronicles

BAL-SAGOTH - The Power Cosmic, Atlantis Ascendant, Chthonic Chronicles


12_bal sagoth the power.jpg12_bal sagoth atlantis.jpg12_bal sagoth the chthonic.jpg

VÖ: 09.12.11
(Metal Mind Productions)

Homepage:
www.bal-sagoth.com

The Power Cosmic
12_bal sagoth the power.jpg
„The Power Cosmic“ hieß das erste Album das BAL-SAGOTH 1999 bei Nuclear Blast veröffentlichten. Insgesamt war es bereits das vierte Album der Briten und das merkte man dem Output auch deutlich an. Die Band spielte auch weiterhin ihren ganz eigenen unverwechselbaren Stil, an dem sich zuweilen auch heute noch die Geister scheiden. Musikalisch geht es in Richtung Black Metal, wobei das Keyboard teilweise sehr dominant ist. Das besondere  ist aber der Sprechgesang der den Hörer in Form eines Geschichtenerzählers durch die Story führt. Die Black Metal typischen Growls kommen dagegen eher gemäßigt zum Einsatz. Mit „Callisto Rising“ enthält das Album sogar eine echte Hymne die die Nackenwirbel ordentlich rotieren lässt.  Die Scheibe, wusste schon damals zu überzeugen und das hat sich bis heute natürlich nicht geändert.

Atlantis Ascendant
12_bal sagoth atlantis.jpg
„Atlantis Ascendant“ ist das zweite Werk von BAL-SAGOTH aus der Re-Release Reihe von Metal Mind Productions. Das Album ist musikalisch wesentlich zugänglicher als der Vorgänger „The Power Cosmic“. Einzelne Nummern haben gar Black Metal-untypische Melodien und eingängige Refrains wie die Nummern „Draconis Albionensis“ und „In Search Of The Lost Cities Of Antarctica. Zudem ist das Ganze auch orchestraler ausgefallen als bisher. Die Lyrics werden jetzt fast ausschließlich in tiefem, warmen Sprechgesang vorgetragen und man hat noch mehr den Eindruck, eine Geschichte erzählt zu bekommen. Das soll aber nicht heißen, dass die Band ihren Sound vollkommen geändert hätte. Das dominante Keyboard  gibt häufig die Melodie vor und auch reinrassige Doublebass-Nummern gibt es weiterhin aber eben nicht mehr ganz so heftig wie früher.

Chthonic Chronicles
12_bal sagoth the chthonic.jpg
2006 erschien das bisher letzte Album von BAL-SAGOTH und somit beendet „The Chthonic Chronicles“ auch die Reihe der drei Wiederveröffentlichungen von Metal Mind. Am Anfang steht wie gewohnt ein langes Intro. „The Sixth Adulation Of His Chtonic Majesty“ ist aber eigentlich aufgrund der Länge von über vier Minuten als eigenständiger Instrumentaltrack zu sehen. Dann folgt ein Doublebass-Gewitter und mit „Invocations Beyond The Outer-World Night“ zeigt die Band, dass es diesmal keine Gefangenen gibt. Keine eingängigen Melodien oder dergleichen wie noch beim Vorgänger. Auch die folgenden Nummern sind reiner Black Metal und man kann sagen, dass dies das bisher härteste und dunkelste Album von BAL-SAGOTH ist. Um aber dem Zuhörer etwas Zeit zur Erholung zu geben, gibt es zur Abwechslung ein paar epische Instrumentalnummern, die auch prima in einen Fantasy-Film wie Conan oder Herr der Ringe gepasst hätten. Unverändert und somit immer noch das Markenzeichen ist der Sprechgesang von BYRON ROBERTS. Das mag man oder eben nicht. Auf jeden Fall ein starkes Album und man kann nur hoffen, dass es bald etwas Neues aus dem Hause BAL-SAGOTH gibt.

Fazit: Drei schöne Digipacks mit erweiterten Lyrics aber leider ohne Fotos, Linernotes oder gar Bonustracks. Da hätte man vielleicht etwas mehr machen können, um einen größeren Kaufanreiz zu bieten. Wer die Alben allerdings noch nicht hat, kann natürlich bedenkenlos zuschlagen.