FILM - Die Hölle - Inferno

08 diehoelle

VÖ: bereits erschienen
(Splendid Film)

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SPLENDID FILM

Viele werden jetzt erst mal denken, ein Film aus Österreich ? Kann das was werden ? Nun ja, Regisseur Stefan Ruzowitzky hat schon andere gute Film wie "Anatomie" abgeliefert und das kriegen wir hier zu sehen:
Taxifahrerin Özge (Violetta Schurawlow) lebt in Wien, besucht die Abendschule, redet wenig und trainiert hart. Sie ist eine leidenschaftliche Thaiboxerin. Eines Tages beobachtet Özge einen Mord im Nachbarhaus. Fortan macht der Serienkiller Jagd auf die Augenzeugin. Er lauert Özge in ihrer Wohnung auf, doch er tötet die Falsche: Ranya, Özges Cousine und beste Freundin, bezahlt die Verwechslung mit ihrem Leben. Nun muss Özge sich auch noch um Ada kümmern, der kleinen Tochter von Ranya. Hilfe bekommt die Gejagte von dem knurrigen Wiener Kommissar Christian Steiner (Tobias Moretti), der eigentlich schon genug damit zu tun hat, seinen demenzkranken Vater (Friedrich von Thun) zu versorgen. Auch Steiner kann nicht verhindern, dass der Serienkiller (Sammy Sheik) Özge immer wieder gefährlich nahe kommt.

Der Film wird allein schon von Özge getragen, die Dame ist Kampfsportlerin und hat auch keine Angst, wie am Anfang sich auch mit zwei Proleten gleichzeitig anzulegen, geht zudem in die Abendschule, wird von ihrem Chef immer blöd angemacht und muss beobachten, wie in ihrer heruntergekommen Bude nebenan eine Prostituierte auf bestialische Art ermordet wird. Da sie den Mörder gesehen hat, macht er sofort Jagd auf Özge und durch einen Zufall entgeht sie einem Mordanschlag, weil der Killer sie mit ihrer Cousine verwechselt hat. Nun macht der Film auf eine Mischung aus Drama und Thriller, was auch richtig spannend ist und Frau Schurawlow als Özge vollends zu überzeugen weiß, nur der österreichische Dialekt ist da manchmal etwas hinderlich, wenn man nicht alles versteht, was da platt gesprochen wird. Zudem glaubt die Polizei Özge anfangs nicht, aber nach und nach erlangt sie das Interesse des Kommissars und nicht nur das. Auch dessen Vater mag Özge sehr und so wollen beide helfen, den Killer zu stellen.
Wie gesagt, bis auf die Akzente, die man teils nicht ganz versteht, ist der Film ein düsterer Thriller mit etwas Drama und Gesellschaftskritik, der spannend von vorne bis hinten ist und sich locker 8,6 von 10 Punkten abholt.