FILM - Das Fliegende Klassenzimmer

02 dasfliegendeklassenzimmer
VÖ: bereits erschienen
(Leonine)

Genre: Unterhaltung

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LEONINE

DAS FLIEGENDE KLASSENZIMMER, mit der Geschichte und der ersten Verfilmung dieses Kinder / Jugendbuches bin ich aufgewachsen und da war ich natürlich sehr gespannt, was diese Neuverfilmung bieten kann und wie weit sie noch ans Original heran kommt. Das hier soll uns also erwarten:
Als die 13-jährige Martina, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter und ihrem kleinen Bruder in einer Berliner Hochhaussiedlung lebt, die Chance auf ein Stipendium für das begehrte Südtiroler Johann-Sigismund-Gymnasium bekommt, ist sie Feuer und Flamme. Doch kaum ist sie im idyllischen Alpenstädtchen Kirchberg angekommen, machen ihr die taffe Jo, der gutmütige Matze und der kleine Uli klar, dass es Regeln gibt. Die Stadtkinder im Internat und die "Externen" aus dem ländlichen Ort mischen sich nicht untereinander, im Gegenteil, sie sind verfeindet, und zwar seit Generationen. Daran können auch die Erwachsenen nichts ändern: Der gutmütige Internatsleiter Justus Bökh versucht es mit Geduld, die Schuldirektorin Kreuzkamm mit Strenge, kommt damit aber auch nicht weiter, zumal sie auch die Mutter von Externen-Anführerin Ruda ist. Und dann ist da noch der geheimnisvolle Aussteiger, genannt Nichtraucher, der in einem Eisenbahnwaggon lebt. Martina will eigentlich nur für das Stipendium lernen. Doch sie ist sofort mittendrin in den Streitigkeiten der rivalisierenden Cliquen. Sie kann und will ihre neuen Freunde nicht im Stich lassen. Der Plan, den ewigen Streit mit einem gemeinsamen Theaterstück beizulegen, geht nicht auf. Der Graben zwischen den Internen und Externen ist einfach zu tief. Erst ein dramatisches Ereignis verändert alles…
Na ja, der Film ist von der schauspielerischen Leistung gut, es werden akutelle Themen aufgegriffen und der gute Ulli bleibt wohl jedem von früher in Erinnerung. Leider geht man in der Story aber nicht so tief auf die Charaktere ein, sondern versucht, so viele Themen wie möglich anzukratzen, was das Ganze dann etwas oberflächlich wirken lässt. Das Thema Mobbing und Integration war damals noch nicht so präsent, daher ist der Film auch irgendwo zeitlos, damals gab es auch noch keine Handys und die Lehrer waren größere Autoritätspersonen, wie sie es heute sind. Daher kann man zwar etwas enttäuscht sein, dass es nicht eins zu eins in neuem Gewand rüber kommt, aber man geht hier mit der Zeit und wird am Ende auch sehr gut unterhalten, was dann auch 7 von 10 Punkten macht.