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MERCURY FALLING - Mainz, Alexander the Great

Geschrieben von Christian Debus (Hardshell-Forum)
10.12.2007

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Konzert vom 23.11.07

Homepages:
www.mercuryfalling.de
www.alexander-the-great-mz.de

Seit ich Mercury Falling durch Zufall kennengelernt hatte, wollte ich mir die fünf Prog.Rocker live ansehen, die letzte CD war mir bestens bekannt, hatte ich sie doch schon vorwärts und rückwärts gehört und ein Review darüber geschrieben.
Ich war schon sehr gespannt, ob die Jungs aus dem Raum Fulda live das halten konnten, was die selbst produzierte CD versprach.

Der Abend begann für mich mit der Suche nach dem "Alexander the Great" in Mainz. Endlich gefunden, galt es, sich einen Parkplatz zu organisieren.
Diesen Erschwernissen zum Trotz kam ich mit leichter Verspätung im ATG an.
Zu meiner Verwunderung waren Mercury Falling noch beim Aufbau des Equipments.
Wie ich später von Tobias erfuhr, stand die Band auf der Hinfahrt nach Mainz im Stau und konnte so nicht rechtzeitig mit dem Aufbauen beginnen.
Nach einer längeren Verzögerung begann das Quintett mit dem Soundcheck.
Der Sound ließ ein wenig zu wünschen übrig, was allerdings in einem verwinkelten Keller wie in dieser Rock Kneipe zu erwarten war.

Nach einer weiteren Pause wurde mit dem ersten Stück „Welcome Home“ begonnen; dies ist ein abwechslungsreicher Metal Song mit viel Synthesizer und ein gut geschriebener Track, in dem den fünf Musikanten schon zu Beginn alles abverlangt wurde, was ihr Können hergab und so meine anfänglichen Befürchtungen, die Fahrt nach Mainz sollte sich nicht gelohnt habe, zerstreuten.

Der nächsten Song „Undertow“, mein Lieblingsstück der Band (ein mit harten, an Dream Theater erinnernde Gitarrenriffs durchsetzten Song), wurde auch bestens umgesetzt. 

An diesem Abend lag das Hauptaugenmerk natürlich auf Songs der letzten CD und so wurde „Sacred Love“ (Super Ohrwurm) nebst „Different Eyes“ (leicht mystisch angehauchter Rocksong)  an den Mann bzw. die Frau gebracht.

Da schon zum dritten Mal in diesem Etablissement gespielt wurde, kannten die „Mercury Falling“ Gesellen  auch den Inhaber, der just an diesem Tage Geburtstag zu haben schien und deswegen umgehend mit dem Metallica Cover „Sad But True“ als Geburtstagsständchen versorgt wurde. Dieser Song wurde überzeugend in Szene gesetzt, wenn man bedenkt dass die fünf Hessen nur einen Gitarristen haben.
Nach „Alter Ego“ (Powervoll, abwechslungsreich im Arrangement) und „New Gods“ (überzeugte mit schönen Tempi Wechseln) konnten man sich auf einen noch nicht auf CD gebannten Song freuen. Der jetzt vorgestellte Titel „Stranger In Us All“ war zwar noch nicht ganz ausgereift, aber wird mit Sicherheit bei der nächsten Auskopplung abgerundet zu Tage treten.

Mit „Scars“ wurde wieder hart und progressiv zu Werke gegangen, worauf die Zeit für ein paar altere Stücke „Silent Tomp“,  „Aeons Of Time“ und  „Of Poets and Madmen“ vom  Album “Pantarhei“, das 2003 produziert wurde, reif war. 

Mit dem vemeintlich letzten Song des Abends „Human Nature“, dem Titeltrack der aktuellen CD, sollte dieser dann auch abgeschlossen sein.

Da hatten die Herren auf der Bühne aber nicht die Rechnung mit dem Publikum gemacht, das inzwischen um ein paar Besucher reicher und einige Drinks voller war und so wurden „Pandoras´ Box“ (ein etwas an Malmsteen erinnernder Track – klassische Läufe gekoppelt mit harten Gitarrenriffs) vorgetragen.
Bis dahin hatten alle Bandmitglieder mitgespielt und es ging nun darum, doch gekonnt den Abend mit der Ballade „Take Away My Pain“ (in der nur Keyboarder und Sänger ihr Können zum Besten gaben) zu beenden.

Die Location war leider nicht sehr gut besucht - unverdienterweise, wie ich meine, da Mercury Falling mich sehr überzeugt und extrageil abgerockt hatten.

Gitarrist Tobias Galmarini ist ein exzellenter Gitarrist, das grandiose Zusammenspiel mit seinem Bruder, Keyboarder und Songwriter Daniel Galmarini, der nur so über die Tasten flog, war herausragend, genauso wie der Rest der Mannschaft, die in gekonntem Play die Songs abarbeiteten. Das Schlagwerk, gespielt von Drummer Maicel Panitz war präzise wie ein Uhrwerk und der Basser Paul Viertel  unterstütze wunderbar den Hintergrund. So wurde der passende Teppich geschaffen, um Michael Pabst für den Gesang zu supporten.

Diese fünf Gesellen haben es wirklich drauf, wenn es um das Beherrschen der Instrumente geht. Da sag ich nur: „Leute, Ihr habt was verpasst!“. Wer auf melodischen, progressiven Power Metal steht, sollte sich die Jungs unbedingt ansehen oder anhören, wie auch immer….
der nächste Termin ist in Fulda am 11.01.2008!

Fotos vom Konzert findet Ihr in unserer Fotogalerie