WINTERHORDE - Maestro

Verfasst von Jochen Strubel am .

05 winterhorde

VÖ: 20.05.2016
(ViciSloum Productions)

Style: Melodic / Bombast / Prog Black Metal

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WINTERHORDE

Die Israelis von WINTERHORDE legen hier Album Nummer drei vor und ich habe selten eine Scheibe auf den Tisch bekommen, die so voller Abwechslung steckt. Mit dem Bandnamen ist der Oberbegriff Black Metal gegeben und diese Elemente kommen natürlich in rasenden Manier und teils harschen Vocals auch vor, doch nach dem Instrumental Intro „That Night in Prague“ zeigt der Siebener, was in ihnen steckt. Mit „Antipath“ wird erst mal mit sanften Violinen agiert, dann setzen harte Riffs mit einem fetten Sound ein und auch das typische Black Metal Geprügel mit Key Untermalung kommt teils im Dimmu Borgir Stil rüber. Doch dazu setzen WINTERHORDE immer wieder total bombastische Passagen frei, der Gesang wird klar und kraftvoll, es kommen progressive und technische Feinheiten dazu, so dass man oft hinhören muss, welche Passage man nicht nicht direkt im ersten Durchlauf erkannt hat. „Worms of Souls“ macht genau da weiter, orchestraler Bombast, rollende Double Bass, atmosphärische Stimmung, vertracktes Spiel, alles ist hier eingeflochten und auch orientalische Klänge sind keine Seltenheit. Dazu brechen WINTERHORDE immer wieder in brutale Raserei auf, die dann in verspielt angehauchte Melodien wechseln. Galoppierender Bombast paart sich in „They Came with Eyes of Fire“ mit viel Geballer und auch düster melancholische Abschnitte machen hier Furore und stark finde ich, wie die Israelis aus vollem Geballer in sanfte Piano Klänge nahtlos übergehen, ohne dass man vor den Kopf gestoßen wird. Das auf und ab in Sachen Tempo bleibt bei „The Heart of Coryphee“ bestehen, dieser über elf Minuten lange Track steckt voll düster süßlicher Momente und auch der Frauengesang ist sehr stark integriert. „A Dying Swan“ ist ein ausgeprägtes Bombast Instrumental und das Titelstück ist eher getragen und im Prog Bereich mit vielen Melodien angesiedelt. „Through the Broken Mirror“ hat einen drückenden Drive in sich, aber durch die anderen Parts könnte an hier auch von Theatralic Bombast Metal sprechen und auch „Cold“ hat so eine Dramatik in sich, das hat sich gewaschen. Am Ende sind in „Dancing in Flames“ oftmals die Double Bass im Vordergrund und auch herbes Geballer ziert diese Nummer, doch dann kommt wieder diese weit tragende Vielfalt von WINTERHORDE zur Geltung.
Manches Mal ist es mit mit dem Bombast etwas zu viel und auch die klaren Vocals sind einen Hauch zu oft an der Reihe, aber das ist eine CD, bei der man nach jedem Durchlauf was neues entdecken kann und daher sind auch 9 von 10 Punkten locker drin.





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