SCENE X DREAM – Identity



VÖ: 05.12.15
(Eigenproduktion)

Genre:
Progressiver Heavy Metal

Homepage:
SCENE X DREAM

Vor gut zwei Jahren stellte ich hier die 3-Track Promo-EP (Maxi) zum jetzt vorliegenden und gleichnamigen Album vor. Dem aufmerksamen Beobachter fällt zunächst auf, dass augenscheinlich das gleiche Cover-Artwerk vorliegt. Falsch - der Fingerabdruck zeigt jetzt in die andere Richtung! Das nur so nebenbei. SCENE X DREAM, deren musikalische Karriere Anfang der 90er begann, setzten sich damals aus den Überresten der Band WALLOP zusammen, die Ende der 80er mit ihrer Veröffentlichung „Metallic Alps“ einen Überraschungserfolg für sich in Anspruch nehmen konnten. Mitte der 90er, eigentlich zum angedachten Release des Albums „Colosseum“, wurden SXD auf Eis gelegt. Das Album selbst wurde dann 2012, nach Reformierung der Band, als Download veröffentlicht. Und jetzt ist der angesprochene Longplayer „Identity“ ca. ein Jahr später als geplant am Start. 11 Stücke incl. Intro und der drei bisher auf der EP veröffentlichten Stücke „Identity“, „Hostille“ und „Silent Crawling“ umfasst das neue Werk. Wie es sich schon auf der Promo abzeichnete, gibt sich das Quartett alle erdenkliche Mühe, sich nicht in eine musikalische Schublade stecken zu lassen. Zu unterschiedlich sind die Songs nebeneinander, ohne jedoch stilistisch weit voneinander abzuweichen. Während man dem Titeltrack noch Tendenzen in Richtung QUEENSRYCHE zusprechen kann, weist „Lost Forever“ definitiv mit seinem Gitarrenspiel einen Hang zu ganz alten VAN HALEN auf - cooler Uptempo Song. Teilweise recht progressiv geht es bei Stücken wie „Black Messiah“, „Goat Song“ oder „Forget In Fire“ (ANVIL Cover) zu Werke. „Silent Crawling“ wiederum ist ein rein melodisch angelegtes Stück, wobei meines Erachtens Sänger Andy Sommer (Ex-LANZER u. EVERFEST) gesanglich am besten rüberkommt. Mit 2 Jahren Abstand betrachtet geht das Cross Over -lastige „Hostille“ auch mehr an mich heran. „What If I“ schielt durch seinen treibenden Uptempo Beat etwas in Richtung aktuelle ANVIL, mit denen man 2014 auch auf Tour war. Ganz stark aus gesanglicher Sicht dann letztendlich das balladeske „One More Time“ mit seinem End 70er Rock-Touch.
So gegensätzlich die Heimatstädte der Musiker aus Frankfurt/M. und Offenbach sind, so unterschiedlich sind auch die Songs auf „Identity“. Bei jedem der Tracks scheint eine gehörige Portion End 70er Experience als so genannter roter Faden mit drin zu stecken, die im Bandkollektiv ausgearbeitet, meist (leicht) progressiv gestaltet in den eigenen White Room Studios vom Bassisten Stefan Fleischer zeitgemäß vertont wurden. Dem Fastfood Hörer wird sicherlich Durchhaltevermögen abverlangt, aber der Genre übergreifend, offene Musikfan wird hier und da noch einige weitere Einflüsse wiederfinden.  

Punkte: 7/10

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