Gras, Alkohol und Kinder im Colos-Saal

Hallo Real Music Lovers, wir hatten in unseren Newslettern bereits darauf hingewiesen, dass wir seit September 2022 wieder zwei Geschäftsführer in unserer Firma haben.

Der zweite ergreift hier erstmals das Wort. Heute schreibt Euch Max Berninger, Neffe bzw. Sohn der Firmengründer Günther und Claus:
Lasst mich mit der Cannabis-Teillegalisierung beginnen: Hierbei ändert sich für Euch Besucher nicht sonderlich viel. Im Saal herrscht nach wie vor absolutes Rauch- und Dampfverbot - egal was und wieviel ihr gerne rauchen möchtet.

Vor der Tür und beim Anstehen bitten wir um gegenseitige Rücksichtnahme – nur weil der Konsum nun legal ist, muss die passive Teilhabe daran nicht allen Umstehenden recht sein. Da unser Außenbereich zu einer Fußgängerzone gehört, ist das Kiffen in der Öffentlichkeit sowieso erst ab 20:00 Uhr zulässig. Wir sollten auch darauf hinweisen, dass der Konsum in Sichtweite von minderjährigen Personen, die ja durchaus bei Konzerten oder generell im Roßmarkt zugegen sein könnten, untersagt ist.

Da die bayerische Landesregierung das Kiffen mindestens ebenso gefährlich für die öffentliche Ordnung erachtet wie das Gendern, hat sie in Sachen Cannabis eine fast hysterisch anmutende Law and Order-Politik angekündigt. Unsere vielen Besucher aus Bundesländern wie Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Thüringen, in denen die Legalisierung möglicherweise entspannter praktiziert wird, möchten wir vorwarnen. Bayern will einen Sonderkurs fahren. Siehe ganz aktuell hier:
Cannabis-Konsum: Hohe Bußgelder zur Abschreckung in Bayern | BR24

Wenn Ihr mir das Platttreten gewisser Klischees erlaubt, gebe ich auch gerne ein paar thematisch passende Programmvorschläge wie Jamaram, Brant Bjork, 1000mods, Daily Thompson, High on Fire, Groundation oder auch Birth Control.

Aber vielleicht gehen wir nochmal zu den Hopfengetränken, den Lieblingsdrogen selbiger Landesregierenden über: Sicher haben einige von Euch bemerkt, dass unsere Theke immer häufiger in (formschönen, lebensmittelechten und natürlich quasi unbegrenzt wiederverwendbaren) Plastikbechern ausschenkt. Die meisten von Euch sind das aus anderen Clubs und von Festivals gewohnt, vielen scheint es egal zu sein, manche stören sich aber auch daran.
Letzteren möchte ich sagen: Wir machen das wirklich nicht, um Euch zu ärgern oder weil wir keine Gläser haben (obwohl die Lebensdauer eines Plastikbechers natürlich weitaus länger ist, als die eines Weizenbierglases). Es ist immer eine Entscheidung in Sachen Sicherheit. Bei vollen oder schlicht “wilderen” Konzerten möchten wir das Verletzungsrisiko durch Glasbruch einfach vermeiden. In vielen Fällen wünschen sich das auch die Künstler. Vor allem bei amerikanischen Bands kommt der Wunsch häufig, dort scheint Ausschank in Glasbehältern bei Konzerten sehr unüblich zu sein. Daher bitte ich Euch um Verständnis in solchen Fällen.
Bis jetzt konnte uns auch noch kein Argument zum Thema “Bier geht nicht in Plastik“ überzeugen - und wir haben tatsächlich schon alle gehört.

Die Minderjährigen aus dem dritten Absatz möchte ich nochmal aufgreifen. Die Frage, ab wann Jugendliche unsere Konzerte besuchen dürfen, wird uns immer wieder gestellt, daher weise ich hier nochmal auf diese praktische Zusammenfassung hin.
Für die Jugendlichen ist das Ganze relativ klar geregelt, bei den Kindern wird es dann etwas schwammiger. Wir haben durchaus Shows im Programm, die unserer Überzeugung nach nicht für Kinder geeignet sind. An jugendgefährdenden Inhalten liegt das in den seltensten Fällen, aber gelegentlich an Lautstärke, an der Auslastung und dem zu erwartenden Publikumsverhalten. Tut uns daher den Gefallen, bevor ihr Karten für Eure Kids bucht: Fragt uns einfach! Wir bearbeiten tatsächlich jede Mailanfrage sehr zügig.
Bei ausverkauften Shows haben Kinder unter 10 Jahren unserer Beobachtung nach selten Spaß. Wie auch, im dichten Gedränge mit ausschließlich Hintern auf Augenhöhe der Kleinen? Denkt darüber nach, ob ihr vielleicht Eure eigene Begeisterung für das Thema auf die Kids projiziert und diese vielleicht bei einer anderen Show mit entspannter Füllung mehr Spaß hätten.

Aber auch bei Shows, die dem Nachwuchs durchaus gefallen könnten, bleibt immer ein Problem: Die für Kinder ungewohnte Live-Lautstärke, vor allem bei Konzerten der härteren Gangart. Ab 18 ist es Deine freie Entscheidung, ob Du Dich der Lautstärke ungeschützt aussetzen willst. Du wirst das für Dich selbst richtig einschätzen können. Bei Kindern allerdings bestehen wir als Veranstalter unbedingt auf adäquaten Ohrenschutz. Die meisten von Euch sind hier schon vorbildlich vorbereitet und wissen über die besonderen Gefahren hoher Lautstärke für junge Ohren Bescheid. In sehr seltenen Fällen begegnen wir aber auch uneinsichtigen Eltern, die das Risiko wirklich unterschätzen. Wir haben den Soundcheck erlebt, wir wissen, was auf euch zukommt, bitte nehmt daher unsere Warnungen ernst.

Anyway, weg von den ganzen Regeln und Do’s and Don’ts. Zurück zum Programm.
Auch hier wieder einmal der Hinweis auf unsere Rubrik “frisch gebucht”. Wir waren wirklich fleißig und das Programm ist in den letzten Wochen stetig gewachsen, mit weiteren, noch unveröffentlichten Highlights, die noch in der Mache sind.

Im Stadttheater arbeiten wir weiter am Saisonprogramm 2024/2025, Stand jetzt mit 11 bestätigten Shows and more to come! Siehe hier!
Sogar unsere erste Theater-Show für 2026 wird noch diesen Monat veröffentlicht.
Eure schnelle Entscheidung ist bei einer Handvoll Konzerte nötig, bei denen die Tickets wirklich sehr, sehr knapp sind. In näherer Zukunft sind das Fischer-Z, Walter Trout, KK’s Priest, Itchy und Robert Cray.

Langfristig rechnen wir mit einem baldigen Ausverkauf von Sweet im September, Stefanie Heinzmann und Thomas D & The KBCs im Oktober sowie von D-A-D im November.
Weitere, topaktuelle Infos zur Buchungslage findet ihr in unserer ersten Newsmeldung auf colos-saal.de, dem "Ticket Alarm".

Wir sehen uns bei unseren Konzerten im Colos-Saal und im Stadttheater.
Herzliche Grüße von
Max Berninger und dem Colos-Saal-Team

Quelle: Colos-Saal

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