Fury in the Slaughterhouse - neues Album CHANGES veröffentlicht
Pünktlich zum Top 100 Airplay-Entry ihrer aktuellen Single "Fix This Crack" veröffentlichen Fury In The Slaughterhouse ihr neues Album „CHANGES“!
Die Platte ist ein kraftvolles Statement über Zusammenhalt, Hoffnung und die verbindende Kraft der Rockmusik. Die zwölf neuen Songs feiern die gemeinsame Geschichte der Band und zeigen eindrucksvoll, warum Fury auch nach Jahrzehnten zu den prägendsten Rockbands Deutschlands zählen.
Mit ihrer großen Release-Show auf der Gilde Parkbühne in Hannover wird heute die Veröffentlichung des Albums standesgemäß gefeiert. Es folgen acht weitere Open-Air Termine auf der „Fury Live Twenty Six“-Tour.
„CHANGES“ ist mit Blick auf die Historie von Fury In The Slaughterhouse ein spannender Titel: Denn eigentlich haben Kai Wingenfelder (Gesang), Thorsten Wingenfelder (Gitarre), Christof Stein-Schneider (ebenfalls Gitarre), Rainer Schumann (Schlagzeug), Christian Decker (Bass) und Gero Drnek (Keyboard, Gitarre, Mandoline) groß geschriebene Veränderungen gar nicht nötig. Fury In The Slaughterhouse sind seit den späten 80ern trotz oder wegen der längeren Pause auf eine Weise zusammengewachsen, wie es wenigen Bands vergönnt ist. Und sind ganz nebenbei damit auch noch zu einer der erfolgreichsten Rockbands des Landes geworden. Auf den ersten Blick hätte das Motto der Platte also eher „Never Change a Winning Team“ lauten müssen. Nicht zuletzt, weil wieder Vincent Sorg (Die Toten Hosen, Donots, In Extremo) an den Reglern saß, der schon die ersten beiden Alben der Comeback-Ära so druckvoll produzierte.
Wer mit Kai Wingenfelder spricht, merkt schnell, wie der Titel tatsächlich gemeint ist. Dabei fällt zuerst der erstaunliche Satz: „Das ist unser erstes richtiges Bandalbum. Das ist eigentlich die Geschichte.“ „CHANGES“ soll also nicht von waghalsigen Stilbrüchen oder einem Imagewechsel künden, sondern all die Veränderungen feiern, die es der Band ermöglichten, heute so erfolgreich, euphorisch, kreativ und eingespielt zu sein. „Für uns ist es der Abschluss einer Trilogie“, sagt er. Und so klingt „CHANGES“ auch.
„Wir haben tatsächlich zum ersten Mal alle Songs zusammen im Studio erarbeitet.“ Mit einzelnen Songs sei das zwar schon bei den Aufnahmen zu „HOPE“ passiert, aber diesmal entstanden die größten Teile aller zwölf Lieder gemeinsam in einem kleinen Studio auf der dänischen Insel Langeland. Wie gut die Zusammenarbeit der Bandmitglieder und Produzent Vincent Sorg bei den „CHANGES“-Aufnahmen funktionierte, zeigt sich zum Beispiel in „Believe“, das R.E.M.-Fans ebenso gefallen dürfte wie den Fury-Ultras. Kai Wingenfelder erzählt: „Da saß ich im Studio und schrieb diesen sehr persönlichen Text in Echtzeit, während der Song gerade musikalisch Fahrt aufnahm.“
Wingenfelder, der auf einer christlichen Schule war, aber längst aus der Kirche ausgetreten ist, singt darin sehr ergreifend über das Thema Glauben. Das Album variiert danach in seinen zwölf Songs all die Stile, die Fury In The Slaughterhouse draufhaben, noch ein wenig abenteuerfreudiger als sonst. „Wir haben uns diesmal nicht darum geschert, ob es jemand verschrecken könnte, wenn ein Irish-Folk-Punk-Song wie ‚Years Of Thunder‘ auf eine Alternative-Rockballade wie den Titelsong folgt“, sagt Wingenfelder.
Auch die politische Haltung, verbunden mit ihrem Wunsch, wirklich Dinge ändern zu wollen, findet sich nicht nur in Aktionen wie „Hoffnung verändert alles“, mit der Fury auf ihrer letzten Tour über 200.000 Euro für ausgewählte NGOs sammelten. Sie findet sich auch in ihrer Musik. „Ich bin ein Mensch, der gerne Kritik übt, und das finde ich auch wichtig“, erklärt Kai Wingenfelder. „Aber man kann sich auch nicht immer hinstellen und sagen: ‚Alles ist scheiße!‘ Mir gehen diese Leute fürchterlich auf den Sack, die einfach nur kritisieren und keine Veränderungsvorschläge haben – auch wenn das leider ein sehr erfolgreiches Politik-Konzept zu sein scheint.“
Musikalisch umgesetzt kommt mit diesen Werten dann ein Song wie die Vorabsingle „Sorrowland“ raus: Die beginnt balladesk, politisch und haut uns einen druckvollen Fury-Chorus um die Ohren. „Viva La Revolution“ wiederum feiert die linke, alternative Kulturszene, in der die Band in den 90ern im Umfeld des hannoverschen Café Glocksee aufgeblüht ist. Die starken Lieder „Youth Is Wasted On The Young“ und „When We Were Young“ zelebrieren auf unterschiedliche Weise die Melancholie und die Wehmut, die man sich beim 15. Album im paarundsechzigsten Lebensjahr schon mal gönnen kann – und reichen der jungen Generation die Hand, die sich inzwischen auch auf ihren Tourneen tummelt.
Was mit dem Comeback begann, wurde für Fury In The Slaughterhouse in den letzten Jahren über Vertrauen und eine gemeinsame Haltung zu etwas, das heute weit über einzelne Songs oder Erfolge hinausgeht. „CHANGES“ erzählt nicht von Umbrüchen im Außen, sondern von einem inneren Zusammenhalt, der über Jahre gewachsen ist. Von einer Band, die gelernt hat, einander zuzuhören, Entscheidungen gemeinsam zu tragen und Musik nicht mehr als Austragungsort von Konflikten zu begreifen, sondern als gemeinsamen Raum.
„NOW“ war das Wiederfinden. „HOPE“ das gegenseitige Versprechen, diesen Weg weiterzugehen. „CHANGES“ ist der Moment, in dem all das spürbar wird. Kein Fazit, keine Abrechnung – sondern ein klares Bekenntnis: „Das ist, wer wir sind. Gemeinsam.“
Quelle: Cragency

